22. August, 2026

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Erleichterung an der Nasdaq, Dow Jones unter Druck: Technologiewerte bleiben robust

Erleichterung an der Nasdaq, Dow Jones unter Druck: Technologiewerte bleiben robust

Die Technologiebörse Nasdaq sowie der breit gefächerte S&P 500 gönnten sich am Freitag eine Verschnaufpause, nachdem sie in den vergangenen Tagen kontinuierlich neue Rekorde erreicht hatten. Im Gegensatz dazu musste der Dow Jones Industrial starke Einbußen verkraften, was auf ein eingetrübtes Verbrauchervertrauen zurückzuführen ist, das vor allem Standardwerte belastete. Die Technologiewerte erhielten hingegen Unterstützung durch positive Prognosen des Softwarekonzerns Adobe.

Der Dow Jones verlor früh im Handel 0,81 Prozent und sank auf 38.335,72 Punkte, was seine anhaltende Schwächephase bestätigte. Über die Woche hinweg verbuchte der renommierte Index einen Verlust von etwas mehr als einem Prozent. Der S&P 500 fiel nach mehreren Rekordtagen um 0,35 Prozent auf 5.414,74 Punkte. Im Gegensatz dazu legte der technologielastige Nasdaq 100 um 0,17 Prozent auf 19.610,90 Zähler zu und verzeichnete damit ein Wochenplus von über drei Prozent.

Die Verbraucherlaune in den USA trübte sich im Juni unerwartet ein, wie die Universität Michigan in ihrem Konsumklimaindex aufzeigte. Er erreichte den tiefsten Stand seit November 2023, während Ökonomen ursprünglich einen Anstieg prognostiziert hatten. In den vorangegangenen Tagen hatten Inflationsdaten für den Monat Mai die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Fed genährt. Am Mittwoch signalisierte die Fed lediglich eine Zinssenkung für das laufende Jahr, während ein Drittel der Währungshüter zwei Zinsschritte für möglich hält. Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater bemerkte, dass eine erste Zinssenkung im Herbst wahrscheinlich sei, wobei alle weiteren Schritte streng an zukünftige Wirtschaftsdaten geknüpft würden.

Der Hype um Künstliche Intelligenz (KI) in der Technologiebranche bleibt ungebrochen. Adobe, bekannt für seine Photoshop-Software, integrierte KI-Funktionalitäten in seine Produkte und erhöhte die Preise. Mit den Ergebnissen des zweiten Geschäftsquartals übertraf Adobe die Erwartungen der Analysten und zeigte für das Gesamtjahr optimistischere Prognosen. Die Aktie sprang um 14,5 Prozent an die Spitze des Nasdaq 100.

Experten von Index-Radar kommentierten, dass die kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen von Oracle, Broadcom und Adobe die starke Ertragslage der US-Werte bestätigen und die andauernde Euphorie um KI untermauern. Allerdings könne es nun zu einer kleinen Durststrecke kommen, da die US-Berichtssaison erst in etwa vier Wochen wieder startet.

Die Aktien von Broadcom, die tags zuvor Rekordhöhen erreicht hatten, stiegen um weitere 2,1 Prozent. Nvidia legten um 1,5 Prozent zu und erreichten ebenfalls neue Höchststände. Unterdessen gaben Apple, Microsoft und Oracle einen Teil ihrer jüngsten Gewinne ab.

Tesla-Aktien, die zunächst positiv in den Handel starteten, verloren zuletzt um 1,8 Prozent. Aktionäre hatten tags zuvor ein weiteres großes Aktienpaket für Firmenchef Elon Musk genehmigt, während gleichzeitig drohende EU-Strafzölle auf Elektroautos aus China belasten könnten. Eine Evercore ISI-Studie gab Shopify Auftrieb, sodass das Papier um 2,5 Prozent stieg. Experten sehen nach jüngsten Kursverlusten einen attraktiven Einstiegspunkt und stuften die Aktie auf "Outperform" hoch.