23. Juni, 2024

Politik

Erdreich abgerutscht: ICE-Entgleisung in Schwäbisch Gmünd ohne Verletzte

Erdreich abgerutscht: ICE-Entgleisung in Schwäbisch Gmünd ohne Verletzte

Zwei Waggons eines ICE mit 185 Passagieren entgleisten am späten Samstagabend nahe dem baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd aufgrund eines Erdrutsches. Glücklicherweise blieben alle Insassen unverletzt und wurden noch in der Nacht zu Sonntag aus dem Zug evakuiert. „Es hat ein bisschen gerumpelt. Dann war eigentlich alles gut geregelt, keine Panik, alle waren ruhig. Die Einsatzkräfte waren schnell da und haben sich gut um uns gekümmert“, berichtete die Passagierin Elena Fabian der dpa.

Schwäbisch Gmünd, etwa 50 Kilometer östlich von Stuttgart gelegen, verzeichnete seit Freitag erhebliche Niederschläge. Der ICE 510, der auf der Strecke von München nach Köln unterwegs war, sprang laut Angaben des Bahnsprechers gegen 23.20 Uhr aus den Gleisen, als er die betroffene Strecke passierte. Die ersten beiden Waggons entgleisten, kippten jedoch nicht um. Der Erdrutsch hatte eine Breite von etwa 30 Metern.

Die Passagiere fanden zunächst Unterschlupf in einem nahegelegenen Kindergarten. Anschließend wurden sie mit Bussen nach Plüderhausen und Stuttgart transportiert. Wie lange die Strecke zwischen Aalen und Stuttgart gesperrt bleibt, ist derzeit noch unklar. Ebenso ist offen, wann die Fernzüge zwischen Stuttgart und München wieder regulär verkehren können.

Ursprünglich wurde vermutet, dass ein Regionalzug mit etwa 60 Fahrgästen und ein einzelner Wagen betroffen seien. Tatsächlich handelte es sich jedoch um den ICE 510, der aufgrund des Hochwassers in Süddeutschland von seiner ursprünglichen Route zwischen Ulm und Stuttgart abweichen musste.

Auch ein Auto, das parallel zur Bahnstrecke auf der angrenzenden Kreisstraße unterwegs war, wurde von dem Erdrutsch erfasst. Der Fahrer blieb glücklicherweise ebenfalls unverletzt.