Die Ölpreise haben am Dienstag geringfügige Rückgänge verzeichnet, konnten jedoch ihre Gewinne vom Vortag weitgehend halten. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 84,05 US-Dollar, was einem Rückgang von 20 Cent im Vergleich zum Montag entspricht. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 22 Cent auf 80,11 Dollar.
Ein starker US-Dollar belastete die Erdölpreise leicht. Ein höherer Wechselkurs des Dollars führt tendenziell zu einer geringeren Nachfrage nach Erdöl, da dieser Rohstoff in US-Währung gehandelt wird. Käufer außerhalb des Dollarraums müssen dadurch mehr für Rohöl bezahlen und können somit den Preis reduzieren.
Auf der anderen Seite sorgt die Risikofreude an den Finanzmärkten derzeit für ein Gegengewicht. Die Aktienmärkte zeigten sich am Dienstag positiv und trugen somit auch zur Stabilität der Ölpreise bei. Die gute Stimmung auf den Aktienmärkten schwappt derzeit auf den Ölmarkt über und mindert die negativen Effekte des starken Dollars.
Am Nachmittag richten sich die Blicke der Marktteilnehmer auf neue Konjunkturdaten aus den USA. Insbesondere werden Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel erwartet, die Aufschluss über die Stärke des privaten Verbrauchs geben könnten. Die USA sind neben China einer der größten Energieverbraucher weltweit, was die Bedeutung dieser Daten für die Ölpreise unterstreicht.