16. Februar, 2026

Märkte

Erdgaspreis in Europa erreicht neues Quartalshoch aufgrund geopolitischer Spannungen

Erdgaspreis in Europa erreicht neues Quartalshoch aufgrund geopolitischer Spannungen

Die angespannte Lage im Nahen Osten veranlasst den europäischen Erdgasmarkt zu einer deutlichen Preiserhöhung. Am Mittwoch wurde die Marke von 33,95 Euro pro Megawattstunde (MWh) überschritten – der bisherige höchste Preis des aktuellen Quartals und ein Niveau, das zuletzt Anfang Januar registriert wurde. Die Notierung am Gasmarkt in Amsterdam zeigt eine merkliche Steigerung.

Innerhalb einer Woche erlebte der Gaspreis eine bemerkenswerte Erholung, indem er um mehr als 20 Prozent kletterte und somit die anfänglichen Preissenkungen des Jahres kompensierte. Der Grund für den Aufschwung liegt hauptsächlich in der wachsenden Besorgnis der internationalen Anleger, die nach dem jüngsten militärischen Schlagabtausch zwischen Iran und Israel eine neue Kriegsfront und dadurch Beeinträchtigungen der Gasversorgung aus dem Krisengebiet befürchten.

Trotz des milden europäischen Winters, welcher den Gaspreis zunächst unter Druck setzte und im Februar zu einem Sinken der Notierung auf 22,31 Euro führte, dem niedrigsten Stand seit dem vorherigen Sommer, hat sich die Situation nun gewandelt. Hinzu kommt die bemerkenswert hohe Lagerkapazitätsauslastung, die für die Jahreszeit untypisch ist und somit einen dämpfenden Effekt auf den Preisverfall hatte.

Die Speichervolumina in Deutschland haben zwar seit Jahresanfang abgenommen – zuletzt lag der Füllstand bei 69,28 Prozent, verglichen mit über 91 Prozent zu Beginn des Jahres –, dennoch bleibt der europäische Erdgasspeicherstand mit 62 Prozent über dem Fünfjahresmittel von 43 Prozent für diese Jahreszeit. Dies deutet auf eine solide Versorgungslage hin trotz der momentanen Preisentwicklungen am Markt, wie Angaben des europäischen Gasspeicherverbands GIE nahelegen.