Die rauen Börsenwinde, die von der schlechten Prognose des US-Sportartikelherstellers Under Armour ausgehen, treffen auch die deutschen Platzhirsche der Branche: Adidas und Puma erleiden Kursverluste. Während Adidas und Puma bis zum Mittag sich wacker hielten – Adidas mit einem leichten Minus und Puma sogar mit einem moderaten Plus –, drehte sich das Blatt nach Bekanntgabe der Quartalszahlen und des Ausblicks von Under Armour. Beide Unternehmen mussten daraufhin Verluste von einem Prozent hinnehmen.
Die Prognose, die Under Armour für das anbrechende Geschäftsjahr abgab, konnte die Erwartungen des Marktes nicht erfüllen. Insbesondere die Ankündigung eines Umsatzeinbruchs im niedrigen zweistelligen Bereich ließ die Anlegerstimmung kippen. UBS-Analyst Jay Sole sieht den durchwachsenen Gewinnausblick zwar als weniger gravierend; ihm zufolge hatte der Markt eher mit dem enger gesteckten Umsatzziel zu kämpfen.
An der New Yorker Börse manifestierte sich der Schreck bei den Anlegern von Under Armour in einem initialen Kurseinbruch von etwa neun Prozent, welcher jedoch eine rasche Erholung zeigte und in ein knappes Plus umschwenkte. Sole hegt die Vermutung, dass Under Armour möglicherweise niedriger stapelt, um bei kommenden Gelegenheiten positiv überraschen zu können. Er betont die strategischen Maßnahmen des Unternehmens wie den Restrukturierungsplan und ein laufendes Aktienrückkaufprogramm, die trotz der aktuellen Lage für einen zukünftigen Stimmungsaufschwung sprechen könnten.