18. Juli, 2024

Politik

DRK fordert größere Investitionen in den Katastrophenschutz

DRK fordert größere Investitionen in den Katastrophenschutz

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) richtet vehemente Forderungen an die Bundesregierung, den finanziellen Rahmen für den Zivil- und Katastrophenschutz signifikant zu erweitern. DRK-Generalsekretär Christian Reuter plädiert in der 'Süddeutschen Zeitung' für eine 'Zeitenwende' in der Katastrophenvorsorge. Aktuell sei der Wiederaufbau des Zivilschutzes als Bundesaufgabe nicht verlässlich finanziert, betonte Reuter.

Seit Jahren drängt das DRK darauf, 0,5 Prozent des Bundeshaushalts dem Bevölkerungsschutz zuzuweisen, was etwa zwei Milliarden Euro darstellen würde. Derzeit fließen lediglich 550 Millionen Euro in diesen Bereich. Laut Reuter haben Katastrophen wie Stürme, Hochwasser, Hitzewellen und Waldbrände in den vergangenen Jahren deutlich aufgezeigt, dass es erhebliche Lücken im Bevölkerungsschutz gibt. Zahlreiche zentrale Projekte könnten aufgrund der mangelnden finanziellen Mittel nicht ausreichend vorangetrieben werden.

Als ein kritisches Beispiel nennt Reuter das Projekt 'Labor 5000', das zehn Zeltstädte vorsieht, die im Katastrophenfall bis zu 5000 Menschen beherbergen und versorgen können. Die Finanzierung dieser zehn Module sollte laut Reuter möglichst schnell sichergestellt werden. Der aktuelle Bericht zeigt jedoch, dass die Mittel bisher nur ausreichen, um ein Modul vollständig und ein weiteres teilweise zu finanzieren.