23. August, 2026

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Dollar profitiert von Unsicherheit bei Zinssenkungen - Euro gibt nach

Dollar profitiert von Unsicherheit bei Zinssenkungen - Euro gibt nach

Der Euro konnte sich gestern im US-Handel behaupten und kostete zuletzt 1,0876 US-Dollar. Damit blieb die Gemeinschaftswährung nahezu unverändert im Vergleich zum Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs bei 1,0877 Dollar festgesetzt.

Seit einigen Tagen leidet der Euro unter dem stärkeren Dollar, der von Zweifeln an raschen Zinssenkungen der US-Notenbank profitiert. Fed-Direktor Christopher Waller hatte zwar geldpolitische Lockerungen für dieses Jahr in Aussicht gestellt, jedoch für ein vorsichtiges Vorgehen plädiert. Als Befürworter einer eher straffen Zinspolitik wurde der Dollar dadurch gestützt.

Zusätzlich profitierte der Dollar von robusten Konjunkturdaten aus den USA. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Dezember stärker als erwartet und auch die Industrieproduktion zeigte eine leichte Steigerung. Zudem verbesserte sich im Januar ein Frühindikator für den Immobilienmarkt. Diese positiven Signale trugen ebenfalls zur Stärkung des Dollars bei.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde dämpfte unterdessen Erwartungen auf eine rasche Zinssenkung. Sie wies auf ein gewisses Maß an Unsicherheit hin und betonte, dass einige Frühindikatoren noch nicht das gewünschte Niveau erreicht hätten. Lagarde äußerte sich besorgt über zu hohe Erwartungen angesichts der tatsächlich wahrscheinlichen Ereignisse. Dennoch gilt eine erste Zinssenkung im Sommer als wahrscheinlich. Lagardes Aussagen hatten nur eine vorübergehende Stützungswirkung für den Euro.