07. Juli, 2026

Technologie

Digitale Allgegenwart der Jugend: Bitkom-Studie zeigt intensiven Internetgebrauch

Digitale Allgegenwart der Jugend: Bitkom-Studie zeigt intensiven Internetgebrauch

Eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom offenbart eine nahezu flächendeckende Internetnutzung unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Bereits drei Viertel der Erstklässler (6 bis 7 Jahre) sind online. Diese Zahl steigt kontinuierlich und erreicht bei den 10- bis 11-Jährigen 95 Prozent, bei den 14-Jährigen sind es sogar 99 Prozent.

Die Studie, an der im Mai und Juni 942 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren teilnahmen, zeigt, dass der Einstieg in die digitale Welt typischerweise mit Tablets erfolgt, die gemeinsam mit Eltern genutzt werden. Doch schon bei den 10- bis 12-Jährigen dominiert das Smartphone als Spitzenreiter der bevorzugten Digitalgeräte mit einer Nutzung von 88 Prozent. Bei den 16- bis 18-Jährigen verzeichnet das Smartphone eine atemberaubende Beliebtheit von 98 Prozent, gefolgt von Laptop/PC und Tablet. Sogar Smartwatches sind bei mehr als einem Drittel dieser Altersgruppe beliebt.

Interessant dabei: Während Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren das Smartphone durchschnittlich 37 Minuten täglich nutzen, verbringen 16- bis 18-Jährige bereits mehr als drei Stunden täglich damit. Unterschiede zeigen sich auch bei den bevorzugten Anwendungen und Plattformen. Während der Konsum von Musik, Podcasts, Spielen sowie die Aufnahme von Fotos und Videos hoch im Kurs stehen, führt YouTube mit deutlichem Vorsprung als beliebtestes soziales Netzwerk (87 Prozent), gefolgt von Instagram und Snapchat.

Mit der Digitalisierung steigen auch die Herausforderungen. Laut Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst müssen Kinder frühzeitig angeleitet werden, um sich sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Dies umfasst auch den Umgang mit negativen Online-Erfahrungen, wobei 16 Prozent der Befragten bereits Beleidigungen oder Mobbing erlebt haben. Wintergerst betont, dass für einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen nicht nur Aufklärung, sondern auch mehr technische und personelle Ressourcen für die Polizei notwendig sind.

Öffentlichkeitswirksam setzen sich die Verantwortlichen somit für eine umfassende digitale Bildung und den Schutz der jüngeren Generationen ein.