29. Februar, 2024

KI

Deutscher KI-Experte Sepp Hochreiter fordert OpenAI mit neuer Technologie heraus

Deutscher KI-Experte Sepp Hochreiter fordert OpenAI mit neuer Technologie heraus

Sepp Hochreiter, Träger des deutschen KI-Innovationspreises, wirft den Handschuh in das virtuelle Ringen um die Vorherrschaft in der Welt der künstlichen Intelligenz. Der deutsche Wissenschaftler strebt mit NXAI, einem brandneuen Unternehmen, danach, die etablierte Macht von OpenAI herauszufordern. Hochreiter, als geistiger Vater des einflussreichen Long Short-Term Memory (LSTM)-Algorithmus, der die Landschaft der KI-Anwendungen nachhaltig transformiert hat, geht jetzt einen Schritt weiter. Unterstützung findet er hierbei von österreichischen Industriepartnern und der Universität Linz, die gemeinsam das Fundament eines europäisch geprägten KI-Sprachmodells legen möchten, das auf globaler Bühne Bestand hat.

Die zentrale Innovation Hochreiters – eine optimierte Version des LSTM, bekannt als xLSTM – birgt das Potenzial, die derzeitigen Sprachmodelle, die bei Giganten wie Google und OpenAI im Einsatz sind, zu überflügeln. Hervorgehoben wurde die Bedeutung von Hochreiters Erfindung bereits von Bernhard Schölkopf, einer Koryphäe auf dem Gebiet des maschinellen Lernens, der die fundamentale Wichtigkeit des LSTM hervorhob. Die xLSTM-Technologie verspricht, durch verbessertes Verständnis komplexer Texte und einer verringerten Notwendigkeit an Rechenkraft, neue Maßstäbe im Bereich der KI-gestützten Sprachverarbeitung zu setzen.

Die Geschäftsgeheimnisse um die finanzielle Struktur von NXAI bleiben zwar im Verborgenen, doch deutet mancherlei darauf hin, dass die Ressourcen bestehen, um xLSTM in die praktische, großangelegte Anwendung zu überführen. Hochreiter selbst bezifferte in der Vergangenheit die Herausforderung der Marktführer auf jährlich 54 Millionen Euro – eine Summe, die sowohl die Expertise als auch die notwendige Rechenkapazität einpreist.

NXAI, angetrieben von der Innovationskraft und Expertise Sepp Hochreiters, reiht sich damit ein in die Reihe europäischer Unternehmen, die ein Gegengewicht zu den amerikanischen Platzhirschen im KI-Bereich bilden. Beispielhaft für diese Entwicklung steht DeepL aus Köln, das mit seinem Übersetzer bereits Google Translator in Qualität, wenn auch nicht in der Anzahl der Sprachen, übertrifft. Ein klarer Hinweis darauf, dass das digitale "Old Europe" noch längst nicht zum alten Eisen gehört.