Bei den deutschen Staatsanleihen war am Donnerstag eine leichte Abschwächung zu verzeichnen, die sich in einem Rückgang des Euro-Bund-Future um 0,11 Prozent auf 132,46 Punkte niederschlug. Dies entspricht einer Rendite von 2,38 Prozent bei den zehnjährigen Bundesanleihen. Trotz aktueller Konjunkturdaten aus der Eurozone, die keine eindeutige Tendenz aufzeigen, gibt es Anzeichen wirtschaftlicher Erholung. Erstmals nach zwölf Monaten signalisiert der Einkaufsmanagerindex des Euroraums wieder Wachstum und klettert auf den höchsten Stand seit Mai des Vorjahres. Besonders der Dienstleistungssektor übertraf mit seiner positiven Entwicklung die Prognosen. Ökonomen wie Cyrus de la Rubia verbuchen diese Entwicklung als positive Neuigkeiten, die von einer nachhaltigen Erholung künden könnten. Er unterstreicht, dass die steigenden Löhne, die nun die Inflationsrate überholen, die Kaufkraft in den Privathaushalten beflügeln sollten. Gleichzeitig bleibt die Sichtweise der US-Notenbank verhalten optimistisch. Jerome Powell, Chef der Federal Reserve, äußerte bei einer Rede am Mittwoch seine Erwartung einer Leitzinssenkung im laufenden Jahr, wobei er die Bedeutung weiterer Wirtschaftsdaten vor einer Entscheidung hervorhob. Die jüngsten Inflationszahlen würden das Bild nicht wesentlich verändern. Marktanalysten der Dekabank sehen in Powells Äußerungen kaum Auswirkungen auf die Finanzmarkterwartungen. Im Tagesbericht wird betont, dass die am Geldmarkt vorherrschenden Prognosen für die zukünftige Federal Reserve-Politik stabil geblieben sind. Die Augen der Investoren richten sich nun auf die bevorstehende Veröffentlichung von Daten zu den US-Arbeitslosenansprüchen und den vielbeachteten offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.
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Deutsche Staatsanleihen erleben moderaten Rückgang