Die Kurse deutscher Bundesanleihen verzeichneten am Montag einen leichten Rückgang. Der maßgebliche Euro-Bund-Future verlor bis zum Mittag 0,14 Prozent und notierte bei 132,34 Punkten. Gleichzeitig stieg die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,42 Prozent an. Ein Lichtblick für die Finanzmärkte ist die Hoffnung auf eine Einigung im Zollstreit zwischen der Europäischen Union und China, was die Zuversicht stärkte. Allerdings hatte dies eine belastende Wirkung auf die als sicher geltenden deutschen Staatsanleihen. Die Verhandlungen über E-Auto-Zölle zwischen China und der EU rücken näher. Schwache Konjunkturdaten aus Deutschland konnten den Markt in diesem Umfeld nur kurzfristig stützen. Das Ifo-Geschäftsklima verschlechterte sich im Juni unerwartet, nachdem zuvor bereits negative Signale von den Einkaufsmanagerindizes kamen. Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater kommentierte: „Die deutsche Wirtschaft verliert den Anschluss an die Weltwirtschaft. Die Wirtschaftspolitik setzt den aktuellen Herausforderungen zu wenig entgegen, die Rahmenbedingungen für die Produktion in Deutschland müssen energischer als bisher verbessert werden.“ Unterdessen entspannte sich die Lage in Frankreich, wo die Renditen fielen. Dennoch bleibt die Unsicherheit im Vorfeld der anstehenden Parlamentswahlen hoch. Derzeit führen laut Umfragen die Kandidaten der extremen Rechten. Aufgrund dieser politischen Unsicherheiten war der Risikoaufschlag zu deutschen Bundesanleihen am Freitag zeitweise auf über 0,80 Prozentpunkte gestiegen.
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Deutsche Bundesanleihen geben leicht nach – Hoffnung auf Lösung im EU-China-Zollstreit