Ein neues Bild der Diversifikation
Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt prägten die Aktienkurse der US-Technologieunternehmen Facebook, Amazon, Netflix und Google den Begriff FANG, ein Akronym, das bald zum Synonym für explosive Börsenwerte wurde.
Heute sind die Namen einige dieser Firmen geändert – Facebook zu Meta, Google zu Alphabet – und das alte Akronym passt nicht mehr. Stattdessen dominieren jetzt sieben führende Technologieunternehmen, bekannt als die "Magnificent Seven", die Börsenschlagzeilen.
Die Wahrheit über die Marktanteile
2023 verzeichneten diese sieben Unternehmen eine eindrucksvolle Performance, was zu einem bedeutenden Anstieg der US-Aktienkurse führte. Häufig wird kritisiert, dass die US-Börsen zu stark von diesen Technologieriesen abhängen.
Doch eine detaillierte Analyse des S&P 500 zeigt, dass die zehn größten US-Unternehmen nur ein Drittel des Index ausmachen. Im Vergleich dazu ist in Frankreich, Deutschland und Italien der Anteil dieser Unternehmen am nationalen Leitindex doppelt so hoch.
Ein interessanter Vergleich lässt sich mit Japan anstellen, wo die Wirtschaft eine hohe Anzahl an börsennotierten Unternehmen fördert und einen intensiven Wettbewerb unterhält. Der Nikkei 225 und der Topix-Index belegen, dass selbst die größten japanischen Unternehmen nur einen geringen Anteil am Gesamtmarkt haben – ein starker Kontrast zu den Konzentrationen in anderen globalen Märkten.
Schlussfolgerungen und Ausblick
Die Daten suggerieren, dass die US-Aktienmärkte vielfältiger und widerstandsfähiger sind, als oft angenommen wird. Dies bietet wichtige Einsichten für Investoren, die nach echter Diversifikation suchen, und für Politikgestalter, die an der wirtschaftlichen Stabilität ihrer Nationen arbeiten.