23. August, 2026

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Dax verharrt vor Zinsentscheidung der EZB auf leichtem Minus

Dax verharrt vor Zinsentscheidung der EZB auf leichtem Minus

Am Tag der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigt sich der Dax zunächst etwas schwächer. Der X-Dax signalisierte eine Stunde vor dem Xetra-Start ein Minus von 0,15 Prozent auf 16.863 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wurde am Morgen etwas schwächer erwartet. Die Anleger warten ab oder nehmen vereinzelt Gewinne mit, da die EZB-Zinsentscheidung ansteht. Die meisten Bankvolkswirte rechnen mit stabilen Leitzinsen. Im Fokus stehen vor allem Aussagen zur geldpolitischen Ausrichtung und zum Ausblick. Die Experten der Landesbank Helaba warnen vor einer möglichen Enttäuschung, sollten klare Bekenntnisse der EZB und der Fed für einen umfänglichen Zinssenkungszyklus ausbleiben.

Nachdem die hohen Erwartungen an schnelle und mehrere Zinssenkungen im letzten Jahr die Börsen-Rally vorangetrieben hatten, kamen Zweifel in Bezug auf schnelle Zinssenkungen auf und die Rally geriet ins Stocken. Dennoch stellten die US-Börsen, insbesondere der Tech-Sektor, zuletzt Rekorde auf, während der Dax mit gut 17.000 Punkten zumindest in Sichtweite der Bestmarke blieb.

Der Kursanstieg am Mittwoch wurde vor allem vom Technologiesektor getrieben, mit starken Quartalszahlen unter anderem von SAP. Doch aus den USA kommen nun gemischte Impulse: Während der IT-Konzern IBM positiv überraschte, enttäuschte der Elektroautobauer Tesla.

Das enttäuschende Abschneiden von Tesla könnte sich international auf Autobauer und insbesondere auf Zulieferer auswirken, insbesondere solche, die im Bereich Elektromobilität tätig sind. Vor diesem Hintergrund gingen die Aktien der deutschen Autobauer Mercedes-Benz, Volkswagen und BMW vorbörslich moderat um bis zu einem halben Prozent zurück.

Besonders negativ im Fokus stehen wahrscheinlich Chipwerte, da der Umsatzausblick des Konkurrenten STMicroelectronics die Markterwartungen enttäuscht hat und Anleger dies als Zeichen dafür werten, dass die Nachfrage nach industriellen Chips schwach bleibt. Infineon verzeichnete vorbörslich einen Kursrückgang von zwei Prozent.

Einen Blick wert sind auch die Symrise-Aktien, da Givaudan im letzten Jahr unter dem starken Franken und der getrübten Konsumentenstimmung gelitten hat.

Bei den Puma-Aktien deutet sich keine Erholung an, nachdem sie am Vortag aufgrund eines enttäuschenden Zwischenberichts um zehn Prozent eingebrochen waren. Die Analysten von Jefferies und Oddo BHF haben jeweils Abstufungen vorgenommen. Dem entgegen tritt die Privatbank Hauck & Aufhäuser mit einer Kaufempfehlung entgegen.

Aktien im Fokus: SAP, IBM, Tesla, Mercedes-Benz, Volkswagen, BMW, Infineon, STMicroelectronics, Symrise, Puma