Nach einem beeindruckenden Wochenbeginn scheint der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit leichten Verlusten zu kämpfen. Insbesondere die Aktien des europäischen Flugzeugbauers Airbus dürften den Leitindex DAX in seinem Aufwärtstrend bremsen. Airbus hat die Erwartungen für seinen Gewinn und die Auslieferungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert, was den Markt spürbar belastet. Am Morgen gab der X-DAX als Indikator für den DAX knapp eine Stunde vor Börseneröffnung um 0,6 Prozent auf 18.222 Punkte nach. Der Leitindex bleibt somit weiterhin auf Richtungssuche, obwohl er sich bereits von den Verlusten durch politische Unsicherheiten in Frankreich teilweise erholt hat. Auch der Eurozonen-Leitindex, der EuroStoxx 50, wird schwächer erwartet. Airbus musste eine Abschreibung in seiner Raumfahrtsparte verkraften und kämpft weiterhin mit Problemen in den Lieferketten. Dadurch wurden die Jahresziele gesenkt. Der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen soll nun nur noch etwa 5,5 Milliarden Euro betragen, zuvor waren 6,5 bis 7,0 Milliarden Euro erwartet worden. Zudem werden für 2024 nur noch etwa 770 ausgelieferte Verkehrsflugzeuge prognostiziert, statt der ursprünglich angepeilten 800 Maschinen. Diese Nachrichten führten zu einem vorbörslichen Kursverlust von knapp 8 Prozent. Ein Händler sprach von einer "harschen Gewinnwarnung". Trotzdem bleiben Banken wie JPMorgan und RBC grundsätzlich optimistisch gestimmt und haben lediglich ihre Kursziele gesenkt. Im Sog der Airbus-Aktien verloren auch die Papiere des Triebwerkherstellers MTU 2 Prozent. Zusätzlich zu Airbus belastet auch der Pharma- und Chemiekonzern Merck die Stimmung an der Börse. Das Unternehmen hat angekündigt, zwei fortgeschrittene Studien für sein Krebsmedikament Xevinapant einzustellen, obwohl Analysten dem Medikament ein erhebliches Verkaufspotenzial zuschrieben. Dies führte zu einem vorbörslichen Kursrückgang der Merck-Aktien um 8 Prozent.
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DAX unter Druck: Airbus und Merck belasten den Handelstag