An den deutschen Aktienmärkten herrschte zur Wochenmitte eine gemischte Stimmung. Während der DAX eine leichte Erholung vorweisen konnte und zur Mittagszeit um 0,3 Prozent auf 18.187 Punkte anstieg, blieb er dennoch unter seinem Monatsrekord von über 18.500 Punkten. Diese leichte Steigerung erfolgte trotz verbesserten Geschäftsklimas in Deutschland, das laut dem Ifo-Index zum dritten Mal in Folge anstieg und damit positivere Konjunktureinschätzungen signalisierte.
Gleichzeitig sah sich der MDAX einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent auf 26.503 Punkte konfrontiert, bedingt durch einen Kursrutsch bei Evotec. Die Aktie des Unternehmens fiel um nahezu 35 Prozent und erreichte damit ein Siebenjahrestief. Analysten deuteten die vorsichtige Prognose für das Gesamtjahr und die Möglichkeit einer Korrektur des mittelfristigen Ausblicks als Ursache für die massive Reaktion der Anleger, während die Neubesetzung der Unternehmensspitze kaum Beachtung fand.
Im Technologiesektor sorgten positive Quartalszahlen des amerikanischen Konzerns Texas Instruments für eine allgemeine Aufbruchstimmung, von der besonders Infineon, Aixtron und Elmos profitierten. Sie verzeichneten Zuwächse durch die günstigen Signale aus dem Chipsektor.
Die Deutsche Börse konnte hingegen nicht vom operativen Geschäftsergebnis profitieren. Obwohl die Eschborner dank erhöhter Erträge und verbesserter Kostenkontrolle die Markterwartungen übertreffen konnten, schwankten ihre Aktien ohne klare Richtung und verloren zuletzt an Wert.