Die Investoren am deutschen Aktienmarkt können aufatmen: Der Dax hat nach anfänglichen Verlusten am Dienstagnachmittag eine positive Entwicklung hingelegt. Getrieben wurde der Aufwärtstrend vor allem durch die erfreulichen Quartalsergebnisse des amerikanischen Softwareherstellers Oracle, die bereits nachbörslich am Vortag für Aufsehen sorgten. Derweil bleibt die Stimmung unter den Anlegern geprägt von einer gewissen Vorsicht, bedingt durch die anstehende Veröffentlichung zentraler Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten.
Kurz nach Handelsbeginn konnten Anleger über einen Anstieg des Dax um 0,29 Prozent auf 17 798,29 Punkte jubeln. Nicht minder positiv präsentierte sich der MDax, der mittelgroße Unternehmen umfasst, mit einem Plus von 0,50 Prozent auf 26 167,27 Punkte. Der EuroStoxx 50, Zeugnis für die Börsenlage der Eurozone, legte ebenso um 0,38 Prozent zu und erreichte 4949,19 Punkte.
Investoren und Marktexperten richten ihr Augenmerk indessen auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten für Februar, welche als wesentlicher Indikator für die künftige Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) dienen. Thomas Altmann von QC Partners kommentiert, dass von einer hartnäckig hohen Inflationsrate im Februar ausgegangen wird. Dies wirft Fragen auf, inwieweit die US-Notenbank auf die langersehnten Zinssenkungen hinarbeitet. Altmann betont, dass selbst bei einem Anstieg der Verbraucherpreise um 0,4 Prozent monatlich und 3,1 Prozent jährlich die Spekulationen um eine erste Zinssenkung im Juni weiterhin im Raum stehen.
Sollten die Inflationszahlen jedoch die Prognosen übersteigen, könnte dies eine Verschiebung der erwarteten Zinssenkungen zur Folge haben. Im umgekehrten Fall, bei niedriger als erwarteter Teuerung, würde ein Zinsschritt im Juni umso wahrscheinlicher.