Der DAX setzt seinen Aufwärtstrend fort und erreicht nach dem Osterwochenende ein neues Rekordniveau. Rückenwind erhalten die deutschen Aktienmärkte dabei durch positive ökonomische Daten aus den Vereinigten Staaten und China. Bereits am Dienstag konnte der Leitindex DAX dank der internationalen Wirtschaftssignale mit einem Zuwachs eröffnen, allerdings fielen die Börsenumsätze in der Ferienzeit etwas geringer aus.
Nach einem bereits kräftigen ersten Quartal stieg der DAX weiter an und verzeichnete zuletzt einen Anstieg um 0,20 Prozent auf 18.529,57 Punkte. Ein erfreuliches erstes Vierteljahr schloss die Börse mit einem Plus von über zehn Prozent ab. Der MDAX legte parallel dazu um 0,64 Prozent zu auf 27.217,11 Punkte und der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, erzielte ein Plus von 0,54 Prozent und stand damit bei 5111,03 Punkten.
Eine Trendwende gab es im chinesischen verarbeitenden Gewerbe zu verzeichnen, welches nach Monaten der trüben Aussichten eine positivere Prognose abgibt. Der Einkaufsmanagerindex im März überschritt die Marke von 50 Punkten – ein klares Zeichen für die Expansion der Geschäftsaktivitäten.
Aus den USA kamen überdies ermutigende Nachrichten bezüglich Einkommens- und Inflationsstatistiken und zuletzt Signale aus der Industrie. Allerdings warnt Stephen Innes von SPI Asset Management vor voreiligem Optimismus bezüglich der Inflationsentwicklung und der Zinspolitik der US-Notenbank Fed.
Investoren richten nun ihr Augenmerk gleichermaßen auf die Europäische Zentralbank, von der im Juni der erste Schritt bezüglich einer Zinssenkung erwartet wird. Dies hängt jedoch stark von der Inflationsentwicklung ab, weshalb die März-Daten für Deutschland sowie die baldigen Zahlen für die Eurozone mit Spannung erwartet werden.
Im DAX konnte vor allem die Rheinmetall Aktie glänzen und erreichte ein neuartiges Rekordhoch mit einem Plus von 2,1 Prozent. Die MDAX-Aktie Hensoldt zählte ebenfalls zu den Favoriten mit einem Anstieg von 2,0 Prozent. Ferner erzielte Renk außerhalb der DAX-Familie ein Plus von 3,9 Prozent.
Gegenläufige Entwicklungen gab es bei Vonovia, die im DAX um 2,0 Prozent fielen, nachdem Goldman Sachs sie von der Empfehlungsliste nahm.
Positiv hervorzuheben sind auch die Aktien des Herstellers Krones, die nach einer optimistischen Berenberg-Analyse um 8,1 Prozent punkten konnten. Der Cloudanbieter Ionos profitierte indes von einem Großauftrag der Bundesverwaltung und verzeichnete einen beachtlichen Anstieg von 10,3 Prozent im SDax.