17. Juli, 2024

Pharma

Curevac unterzieht sich drastischem Konzernumbau zur Effizienzsteigerung

Curevac unterzieht sich drastischem Konzernumbau zur Effizienzsteigerung

Das Biotechnologieunternehmen Curevac verkündete einen umfassenden Konzernumbau, der eine Reduktion von nahezu einem Drittel der Arbeitsplätze sowie signifikante Kostensenkungen umfasst. Konkret sollen 30 Prozent der Stellen gestrichen und die Betriebskosten ab dem kommenden Jahr um ebenfalls 30 Prozent reduziert werden, wie das Unternehmen in Tübingen bekannt gab.

In einem weiteren bedeutsamen Schritt werden die Rechte an Curevacs mRNA-Grippe- und Covid-19-Impfstoffen für bis zu 1,45 Milliarden Euro an den britischen Pharmakonzern GSK veräußert. Die Vereinbarung umfasst eine Anfangszahlung von 400 Millionen Euro, mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu 1,05 Milliarden Euro sowie zusätzliche variable Vergütungen. Diese Maßnahmen sollen dringend benötigte Finanzmittel beschaffen, nachdem Curevac wiederholt mit Herausforderungen in klinischen Studien und Patentstreitigkeiten konfrontiert war. Die Börse reagierte positiv: Die Aktie von Curevac verzeichnete zwischenzeitlich einen Anstieg von fast 28 Prozent.

Im Zuge der Corona-Pandemie zählte Curevac zunächst zu den vielversprechenden Unternehmen im Rennen um einen effektiven Corona-Impfstoff. Ein erster Impfstoffkandidat wurde jedoch aufgrund enttäuschender Wirksamkeitsergebnisse aus dem Zulassungsverfahren zurückgezogen. Aktuell arbeitet das Unternehmen an einem zweite Generation Corona-Vakzin und forscht zudem an innovativen Impfstoffen für die Krebstherapie, wenngleich bisher noch kein Produkt den Markteintritt geschafft hat.

Nach dem Umbau werde der Schwerpunkt auf Forschungsansätze verschoben, die ein hohes Wertpotential versprechen, insbesondere in der Onkologie, so das Unternehmen.