Der amerikanische Technologiekonzern Corning hat angekündigt, am 27. September eine Dividende von 0,28 US-Dollar auszuschütten. Dies entspricht einer Dividendenrendite von 2,9 %, was über dem Branchendurchschnitt liegt.
Auch wenn eine robuste Dividendenrendite erfreulich ist, ist deren Nachhaltigkeit von essenzieller Bedeutung. Vor dieser Ankündigung betrug die Ausschüttungsquote 218 % der Gewinne des Unternehmens, was eine schwer aufrechtzuerhaltende Dividendenpolitik darstellt.
Die Prognose für das kommende Jahr sieht jedoch eine exponential steigende Gewinnerwartung pro Aktie vor. Bleibt die Dividende auch in Zukunft im Einklang mit den jüngsten Trends, wird die Ausschüttungsquote voraussichtlich bei 52 % liegen. Diese Perspektive lässt die Dividendenpolitik deutlich nachhaltiger erscheinen.
Seit 2014 hat Corning seine jährliche Dividende von 0,40 US-Dollar auf 1,12 US-Dollar erhöht, was einer Wachstumsrate von etwa 11 % pro Jahr entspricht. Beeindruckend ist nicht nur die Geschwindigkeit dieses Wachstums, sondern auch die Tatsache, dass es in diesem Zeitraum keine nennenswerten Rückgänge gab.
Dennoch sollten Investoren vorsichtig bleiben. Die Gewinne pro Aktie von Corning sind in den letzten fünf Jahren um jährlich 21 % gesunken, ein gefährlicher Trend, der auch konservativ bemessene Dividendenausschüttungen unter Druck setzen könnte. Erst eine nachhaltige und positive Entwicklung der Gewinne würde die aktuelle Euphorie rechtfertigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Corning trotz der nicht gekürzten Dividende in diesem Jahr keine erstklassige Dividendenaktie darstellt. Die bisherigen konstanten Ausschüttungen täuschen nicht darüber hinweg, dass die aktuellen Zahlungsniveaus möglicherweise zu hoch sind, um dauerhaft tragbar zu sein. Investoren bevorzugen typischerweise eine konstante und stabile Dividendenpolitik, daher sollten auch andere fundamentale Faktoren berücksichtigt werden, bevor Kapital in diese Aktie fließt.