03. Juli, 2026

Technologie

Citi sieht großes Gewinnpotenzial für Intel bei Rückzug aus Foundry-Geschäft

Citi sieht großes Gewinnpotenzial für Intel bei Rückzug aus Foundry-Geschäft

Die Analysten von Citi sehen erhebliches Potenzial für eine Verbesserung der Rentabilität von Intel, sollte das Unternehmen sein Foundry-Geschäft aufgeben. Medienberichten zufolge prüft Intel derzeit strategische Optionen, darunter auch den möglichen Verkauf bestimmter Geschäftseinheiten.

Obwohl Intel zu diesen Berichten bisher keine Stellungnahme abgegeben hat, deuten die Experten von Citi darauf hin, dass ein Rückzug aus dem Foundry-Geschäft ein entscheidender Schritt für die Zukunft des Unternehmens sein könnte. Citi argumentiert, dass Intel nur geringe Chancen habe, ein profitabler Marktführer im Bereich Foundry zu werden.

Das Foundry-Geschäft verzeichnete im letzten Quartal Verluste in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar und könnte jährlich Verluste von mindestens 8 Milliarden Dollar generieren. Diese Rückschläge, einschließlich Berichten, dass Broadcom Intels 18A-Wafer abgelehnt habe, lassen Citi zu dem Schluss kommen, dass der Foundry-Bereich die finanzielle Performance des Unternehmens belastet.

Sollte Intel das Foundry-Geschäft aufgeben, schätzt Citi, dass das Unternehmen erhebliche Gewinne bei sowohl dem Gewinn pro Aktie als auch den Gewinnmargen verzeichnen könnte. "Wir schätzen, dass Intel durch den Rückzug aus dem Foundry-Geschäft EPS im Bereich von 3,00 bis 4,00 Dollar und Bruttomargen im niedrigen bis mittleren 50%-Bereich erreichen könnte," heißt es in der Analyse.

Gleichzeitig empfiehlt Citi, dass Intel seine CPU-Fertigungsaktivitäten beibehalten sollte, da diese mit der CPU-Designentwicklung synergetisch wirken. Die Analysten sind zudem der Meinung, dass Intel bis 2025 zu Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) aufschließen könne und nicht vollständig auf Auftragsfertigung verzichten sollte.

Citi belässt seine Einstufung für Intel auf "Neutral" mit einem Kursziel von 25 Dollar und kommt zu dem Schluss, dass ein Rückzug aus dem Foundry-Geschäft für die Aktionäre eine positive Entwicklung darstellen könnte.