23. August, 2026

Märkte

Chemiebranche zeigt erste Anzeichen einer Erholung - VCI-Bericht

Chemiebranche zeigt erste Anzeichen einer Erholung - VCI-Bericht

Die deutsche Chemiebranche befindet sich inmitten der Konjunkturflaute und sieht sich mit relativ hohen Energiepreisen konfrontiert. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) wird am Freitag um 10.30 Uhr in Frankfurt über die aktuelle Lage der Branche berichten. Im Fokus stehen dabei die Darstellung der Branchenkonjunktur anhand von aktuellen Zahlen, die Vorstellung einer Mitgliederumfrage sowie ein Ausblick auf das Jahr 2024. In den letzten Monaten hat die Chemiebranche mit schwierigen Zeiten zu kämpfen gehabt. Der Energiepreisanstieg im Zuge des Ukraine-Kriegs sowie eine schwache Auftragslage haben zu einem Einbruch von Produktion und Umsatz geführt. Selbst Branchenprimus BASF musste den Abbau von Tausenden Jobs ankündigen und energieintensive Anlagen im Stammwerk Ludwigshafen schließen. Nun plant das Unternehmen zudem die Ausgliederung mehrerer Sparten. Auch die Pharmaindustrie hat den Ende des Booms im Zusammenhang mit COVID-19-Impfstoffen zu spüren bekommen. Allerdings konnten im dritten Quartal erste positive Signale verzeichnet werden. Die Produktion der energieintensiven Chemiebranche stabilisierte sich und verzeichnete erstmals seit sechs Quartalen ein leichtes Plus. Der VCI geht davon aus, dass die Talsohle erreicht ist und der Auftragseingang sich stabilisiert. Neue Daten könnten nun den zarten Aufwärtstrend bestätigen. Zudem sind die Energiepreise an den Börsen deutlich gesunken. Trotz dieser ermutigenden Entwicklungen bleibt der VCI für das laufende Jahr pessimistisch und erwartet einen Produktionsrückgang von acht Prozent. Bei sinkenden Preisen wird auch ein Umsatzrückgang von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Die Aussichten für das Wintergeschäft bleiben schwierig, jedoch hofft die Chemiebranche auf eine Verbesserung im kommenden Jahr.