Die Zuversicht kehrt an die Märkte zurück, wie aus dem aktuellen Handeln mit deutschen Staatsanleihen hervorgeht. Nachdem am Freitag noch geopolitische Ängste zu Kurssteigerungen geführt hatten, ging es für den Euro-Bund-Future, den barometerhaften Terminkontrakt für Bundesanleihen, zu Wochenbeginn bergab. Er verlor am Morgen 0,19 Prozent und rutschte auf 132,25 Zähler, während sich die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,36 Prozent beliefen.
Die internationalen Spannungen, die Investoren vorübergehend in den vermeintlich sicheren Hafen deutscher Staatspapiere trieben, scheinen sich zu verflüchtigen. Irans Angriffe auf israelisches Gebiet am Wochenende endeten ohne schwerwiegende Folgen, sodass laut Experteneinschätzungen der Commerzbank der Drang nach qualitativ hochwertigen Sicherheiten nachlassen dürfte. Dies wird zudem durch diplomatische Initiativen verstärkt, die darauf abzielen, eine weitere Eskalation zwischen Israel und dem Iran zu vermeiden.
Der Blick der Investoren wird sich im Laufe des Tages wahrscheinlich wieder den ökonomischen Indikatoren zuwenden, wobei besonders US-Konjunkturdaten und deren Einfluss auf die amerikanische Geldpolitik im Fokus stehen. Einschätzungen zum amerikanischen Einzelhandelsumsatz sowie der Empire-State-Index der Federal Reserve Bank von New York stehen an, um einen frühzeitigen Eindruck von der Industriestimmung im April zu liefern.