Die europäischen Aktienmärkte setzen ihren Aufschwung eindrucksvoll fort. Der EuroStoxx 50, der sich bereits am Vortag über die symbolische Marke von 5000 Punkten erhob, notierte am Donnerstagvormittag weitere 0,4 Prozent im Plus und verzeichnete damit stolze 5021 Zähler. Seit Jahresbeginn generierte der Index damit bereits ein Plus von 11 Prozent, aufbauend auf den beeindruckenden 19 Prozent des Vorjahres. Anleger setzen weiterhin ihre Hoffnungen in eine mögliche Zinssenkung.
Während der EuroStoxx 50 die Investoren beglückt, erklomm der Cac 40 neue Gipfel und setzte mit 8205 Punkten einen frischen Rekord. Das Tagesplus von 0,8 Prozent spiegelt den steten Aufwärtstrend wider, denn seit dem Start ins Jahr 2023 kam der französische Index bereits um nahezu 9 Prozent voran. Im Gegensatz dazu verharrte der britische FTSE 100 und schnupperte lediglich an seinen bisherigen Höchstständen, ohne sie zu übertreffen.
Die Versorger stachen mit einem markanten Branchenindex hervor, angetrieben durch beträchtliche Zugewinne von Orsted, Eon und RWE. Letztere wurden für die höhere Vorhersehbarkeit ihrer mittelfristigen Ergebnisziele seitens JPMorgan-Analyst Javier Garrido positiv hervorgehoben. Eon erreichte nach der aktuellen Bilanzvorstellung einen Höchststand, der letztmals vor sieben Jahren zu verzeichnen war.
Im Benchmark-Index EuroStoxx 50 konnte sich Adidas an der Spitze behaupten, nachdem die Marke von mehreren Analysten aufgrund der Zahlen vom Vortag höher bewertet wurde. Unterdessen erlebten die Papiere von Deliveroo eine Achterbahnfahrt: Sie legten zunächst über 6 Prozent zu, verzeichneten aber anschließend einen Rückgang. Die Analysten, darunter Marcus Diebel von JPMorgan, lobten die solide Performance und wiesen besonders auf positive Signale hinsichtlich des Cashflows für das laufende Jahr hin. So prophezeite Deliveroo den Investoren einen erfreulichen Mittelzufluss, obgleich Diebel für den Marktkonsens derzeit wenig Spielraum sieht.
Bei Meyer Burger standen indes die Anleger ob der weiteren Kursverluste nach der Ergebnisverkündung unter Druck. Vor allem die angekündigte Kapitalerhöhung zog die Aufmerksamkeit auf sich. In Freiberg steht die Produktion des Schweizer Solarunternehmens momentan still, was zusätzlich zur Unsicherheit beiträgt.