In einer Phase der Marktkorrektur verzeichnen die Anteilscheine von Beiersdorf am heutigen Handelstag einen leichten Rückgang. Der namhafte Konsumgüterhersteller, bekannt durch seine Marke Nivea, musste auf dem Börsenparkett einen Dämpfer hinnehmen, als die Erwartungen an das Wachstumstempo nachgelassen haben. Der Kurs der Aktie sank auf dem Xetra um beinahe vier Prozent und markierte einen Preis von 132,40 Euro. Trotz früherer Verluste konnte sich das Wertpapier im Tagesverlauf etwas stabilisieren, blieb jedoch der größte Verlustposten im Dax.
Für das kommende Jahr prognostiziert das Unternehmen aus Hamburg eine leichte Verlangsamung beim Umsatzwachstum, das sich auf bereinigter Basis ohne die Effekte von Wechselkursen und Übernahmen im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegen soll. Positiv anzumerken ist, dass ein größerer Teil des Umsatzes als Betriebsergebnis bei Beiersdorf verbleiben dürfte.
Die Industrieanalystin Molly Wylenzek von Jefferies betont in ihrer ersten Reaktion, dass die Erwartungen für 2024 der Unternehmensleitung ihrer Einschätzung nach bewusst vorsichtig gehalten sind. Beiersdorf hat im letzten Quartal des Vorjahres vor allem im Konsumbereich eine schwächere Performance gezeigt als zuvor angenommen, wobei das bereinigte Wachstum unter der allgemeinen Marktprognose lag.
In den Monaten zuvor konnte die Beiersdorf-Aktie eindrucksvoll zulegen. Zwischen dem markanten Tiefpunkt von 113,40 Euro und dem im Februar erreichten Höchstwert von fast 144 Euro konnte ein Kursgewinn von 27 Prozent verbucht werden. Dem schloss sich eine Konsolidierung auf hohem Niveau an.
Die Analystin Celine Pannuti von JPMorgan vermutet hinter dem unerwartet schwachen Wachstum in der Konsumsparte zum Jahresende hin vor allem ein nachlassender Absatz in europäischen Märkten. Insbesondere die Kernmarke Nivea sowie das Reisegeschäft könnten hier Einbußen erlitten haben. Gleichzeitig empfiehlt Pannuti Anlegern, die aktuellen Kursverluste als Kaufgelegenheit zu betrachten. Ihrer Auffassung nach zählt Beiersdorf zu den verlässlichsten im Segment der Konsumgüterproduzenten, was die Vorhersage von Umsatz und Profit anbetrifft.