Die Aktien von BASF konnten ihre anfänglichen Kursgewinne nach den Eckdaten zum Geschäftsjahr 2023 nicht halten. Nach einem Aufschlag von zwei Prozent im frühen Handel rutschten die Papiere am Freitagmittag ins Minus und schlossen mit einem Verlust von 1,4 Prozent bei gut 43 Euro. Damit gehörten sie sowohl am Freitag als auch seit Jahresbeginn zu den größten Verlierern im Dax.
Der Chemiekonzern hatte am Morgen vorläufige Zahlen für das Jahr 2023 vorgelegt und dabei sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen die eigenen Prognosen verfehlt. Allerdings hatten Händler bereits mit einem schwachen Abschneiden gerechnet. Vieles sei nach dem schwachen Jahresstart im Aktienkurs bereits berücksichtigt worden. Entscheidend sei nun der Ausblick auf das Jahr 2024, der gegen Ende Februar veröffentlicht werde.
Die BASF-Aktien liegen seit Jahresanfang mit fast 12 Prozent im Minus und zählen damit zu den schwächsten Werten im Leitindex Dax. Von der Kurserholung seit Anfang Dezember, die die Titel bis kurz vor Weihnachten auf den höchsten Stand seit Ende April hatte steigen lassen, ist inzwischen kaum noch etwas übrig. Die Kursentwicklung von BASF spiegelt zudem die des europäischen Chemiesektors in den vergangenen Wochen recht genau wider.
Analyst Samuel Perry von UBS schrieb, dass BASF im Schlussquartal das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) um 30 Prozent verfehlt habe. Allerdings gehe er davon aus, dass dies die Talsohle gewesen sei und historisch betrachtet der beste Zeitpunkt zum Kauf der Aktien sei. Perry erwartet eine langfristige Erholung der Ergebnisse und empfiehlt weiterhin den Kauf der Aktie.
Auch Analyst Konstantin Wiechert von der Baader Bank äußerte sich zur aktuellen Situation. Er verwies auf den enttäuschenden freien Barmittelzufluss von BASF. Dennoch sei er der Meinung, dass der erreichte Cashflow immer noch ausreichend sei, um die Dividende in diesem Jahr stabil zu halten. Wiechert behält seine Empfehlung 'Add' mit einem Kursziel von 53 Euro bei.