16. Februar, 2026

Märkte

Asiatische Börsen kämpfen mit US-Techschwäche und geopolitischen Spannungen

Asiatische Börsen kämpfen mit US-Techschwäche und geopolitischen Spannungen

Die Aktienmärkte in Asien zeigten sich am Dienstag von ihrer Schwäche geprägt, angeführt von den technologieorientierten Börsen, die insbesondere unter der Anspannung der US-Technologieaktien litten. Zusätzlich lastete das Risiko einer weiteren Eskalation im Nahen Osten auf den Handelsaktivitäten, ein Schatten, der seit dem Wochenende nicht weichen möchte. Zwischen diesen Rahmenbedingungen spielten aktuelle Konjunkturdaten eher eine Nebenrolle, obwohl das Wirtschaftswachstum in China Hoffnungsschimmer sendete. Überraschend positiv fiel das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft aus, das im ersten Quartal um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum anstieg und damit die Prognosen der Analysten überbot. Dies konnte als Indiz gewertet werden, dass die politischen Anstrengungen zur Stärkung der Wirtschaft beginnen, sich auszuzahlen. Allerdings war der konjunkturelle Ausblick nicht frei von Schönheitsfehlern. Die Zunahme der Industrieproduktion in China verfehlte im März die Erwartungen mit einem Anstieg von lediglich 4,5 Prozent im Jahresvergleich. Gleichzeitig wuchsen die Einzelhandelsumsätze um nur 3,1 Prozent und blieben damit hinter den Vorhersagen zurück. Des Weiteren wurde ein Rückgang der Hauspreise im selben Monat konstatiert, wie Marktexperten der Deutschen Bank berichteten. Fondsmanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners kommentierte, dass eben jene Punkte die Euphorie an den Börsen hinsichtlich der Wachstumszahlen eintrübten. Im Fokus stand auch der Hang Seng Index in Hongkong, der zuletzt um 2,08 Prozent nachgab. Der CSI 300, der die bedeutendsten Unternehmen der chinesischen Festlandsbörsen abbildet, verbuchte einen Rückgang um 0,75 Prozent und lag bei 3522,63 Zählern. Neben der Sorge um die Entwicklung der Technologiewerte machte sich auch die Abschwächung der japanischen Währung bemerkbar. Der Nikkei-225 schloss mit einem Minus von 1,94 Prozent und 38 471,20 Punkten. Hier sind bereits Spekulationen über mögliche Devisenmarktinterventionen zur Stärkung des Yen im Gange. Auch die australische Börse konnte sich dem negativen Trend nicht entziehen; der S&P/ASX 200 gab um 1,81 Prozent auf 7612,50 Punkte nach.