06. Juli, 2026

Technologie

Apple reduziert Belegschaft in digitaler Serviceabteilung

Apple reduziert Belegschaft in digitaler Serviceabteilung

Apple hat kürzlich etwa 100 Stellen in seiner digitalen Serviceabteilung gestrichen, wie Insider berichten. Dies stellt eine ungewöhnliche Maßnahme für den Technologieriesen dar, der normalerweise selten zu Entlassungen greift.

Die betroffenen Mitarbeiter, die in verschiedenen Teams unter der Leitung von Senior Vice President Eddy Cue tätig waren, wurden am Dienstag über die Entscheidung informiert. Die größten Einschnitte betrafen das Team der Apple Books App und des Apple Bookstores. Auch in anderen Serviceteams, darunter das für Apple News zuständige, kam es zu Kürzungen.

Apple Books wird von der Unternehmensführung nicht mehr als prioritäre Komponente des Dienstleistungsangebots angesehen. Dennoch sollen der App über die Zeit hinweg neue Funktionen hinzugefügt werden. Apple News bleibt hingegen weiterhin im Fokus, trotz der Entlassungen in diesem Bereich.

Entlassungen sind bei Apple relativ selten, jedoch gab es allein im Jahr 2024 bereits vier Reduktionsrunden. Zuvor trennten sie sich von Hunderten von Mitarbeitern durch das Aus des Projekts für selbstfahrende Autos und der Bemühungen um microLED-Displays. Auch ein Team in San Diego wurde stillgelegt.

Ein Unternehmenssprecher aus Cupertino, Kalifornien, lehnte eine Stellungnahme zu den Kürzungen ab. Die Service-Sparte war in den letzten Jahren ein Wachstumsmotor für Apple, mit einem Anteil von über 22% am Umsatz im letzten Geschäftsjahr.

Viele der Entlassungen betrafen die Applikationsorganisation, die von Vizepräsident Roger Rosner geleitet wird. Die betroffenen Mitarbeiter erhalten 60 Tage, um intern eine neue Position zu finden, bevor ihre Anstellung endet. Einige Mitarbeiter arbeiteten in mehreren Teams, was weitere Abteilungen indirekt beeinflusste.

Verglichen mit anderen Technologiegiganten aus dem Silicon Valley hält sich Apple mit Entlassungen zurück. So hat Cisco angekündigt, 7% seiner Belegschaft abzubauen, während Intel mehr als 15% der Stellen streicht.