23. August, 2026

Märkte

Anleihe-Markt in Deutschland startet schwach in die Woche

Anleihe-Markt in Deutschland startet schwach in die Woche

Die deutschen Bundesanleihen sind mit einer Fortsetzung ihrer negativen Dynamik von der vorherigen Woche in die neue Handelswoche gestartet. Es zeigte sich ein Rückgang beim Euro-Bund-Future um 0,31 Prozent, der sich auf 131,75 Punkte beläuft, während die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen einen Anstieg auf 2,45 Prozent verzeichnete.

Die neuesten Konjunkturdaten präsentierten sich zu Beginn der Woche als ein Mix von Licht und Schatten: Einerseits konnte die deutsche Industrieproduktion im Februar einen deutlichen Anstieg vorweisen, andererseits musste im gleichen Zeitraum ein spürbarer Rückgang bei den Exporten verzeichnet werden. Eine positive Tendenz offenbarte der aktuellen Konjunkturbarometer des Sentix-Instituts, das sich im April weiter aufhellte.

Trotz der durchwachsenen Daten herrscht unter Volkswirten eine vorsichtig positive Stimmung. Commerzbank-Analyst Ralph Solveen zeigt sich angesichts des Anstiegs in der Produktion optimistisch und sieht gestiegene Chancen, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal dieses Jahres nicht erneut einen Rückgang erleiden wird. Dies wäre eine Kehrtwende zum letzten Quartal 2023, in dem das Bruttoinlandsprodukt ebenso wie im gesamten Jahr 2023 um 0,3 Prozent zurückgegangen war.

Ein wesentlicher Fokus der kommenden Tage liegt auf der anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die am Donnerstag erwartet wird. Obwohl keine unmittelbaren Kurswechsel prognostiziert werden, könnte schon bald eine erste Zinssenkung im Raum stehen. In den USA richtet sich die Aufmerksamkeit auf die kommenden Inflationsdaten, die am Mittwoch veröffentlicht werden und einen wesentlichen Einfluss auf die Zinspolitik der US-Zentralbank Fed haben dürften.