Investoren, die mit einem Auge auf die Ausschüttungen von Ascom Holding geschielt haben, sollten ihre Uhren stellen: Der Stichtag für den Dividendenanspruch naht. Wer die Aktien des Unternehmens nach dem 17. April erwirbt, wird nicht in den Genuss der nächsten Dividendenzahlung am 22. April kommen, die mit 0,30 CHF pro Aktie angekündigt ist. Damit bleibt die Gesellschaft ihrer Dividendenpolitik des vergangenen Jahres treu, in dem ebenfalls 0,30 CHF je Anteilsschein ausgeschüttet wurden. Beim aktuellen Aktienkurs von 8,09 CHF bedeutet dies eine attraktive Dividendenrendite von etwa 3,7%.
Doch Dividendenfreude ist nur eine Seite der Medaille. Es gilt auch zu prüfen, ob Ascom die goldene Gans nicht zu sehr rupft. Eine Analyse der Dividendenzahlungsfähigkeit des Unternehmens zeigt auf, dass die Dividende durchaus solide finanziert ist: Die Ausschüttungsquote von Gewinnen liegt bei akzeptablen 62%. Noch entscheidender ist der freie Cashflow, der letztendlich die Dividende finanzieren muss – und hier sieht es noch besser aus. Lediglich 44% des Freecashflows wurden im vergangenen Jahr für die Dividende verwendet.
Die finanziellen Indikatoren deuten also darauf hin, dass die Dividende von Ascom nicht in Gefahr scheint – vorausgesetzt, die Erträge brechen nicht weg. Doch genau da liegt der Hase im Pfeffer: Die Einnahmen von Ascom sind in den letzten fünf Jahren um jährlich 4,0% gesunken. Nicht gerade ein Zahlenwerk, das Begeisterungsstürme auslöst.
Bei der Analyse der Dividendenprognose kommt einem auch die Dividendenhistorie zu Hilfe. Die jährliche Wachstumsrate der Dividende pro Aktie bei Ascom lag in den letzten zehn Jahren durchschnittlich bei -2,8%, was Fragen aufwirft. Trotz des Rückgangs sowohl der Gewinne als auch der Dividende pro Aktie ist es immerhin positiv, dass das Management die Dividende angepasst hat, um keine unhaltbaren Verpflichtungen einzugehen.
Ob Ascom Holding nun ein verlockendes Dividendeninvestment ist oder lieber links liegen gelassen werden sollte? Die Dividende wirkt tragfähig, wenngleich das sinkende Ergebnis ein Warnzeichen für die Zukunft sein könnte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ascom Holding hinsichtlich seiner Dividendenpolitik kaum Begeisterungsstürme auslösen dürfte.
Für Anleger, die über das Dividendenprofil von Ascom Holding hinaus auch andere Unternehmensrisiken im Auge behalten wollen, gibt es noch einen weiteren wichtigen Aspekt zu beachten – unser Analysenteam hat eine Warnung identifiziert, die vor einem Investment beachtet werden sollte.