18. Juli, 2024

Grün

Windenergie an Land: Ausschreibungsboom signalisiert positive Zukunft

Windenergie an Land: Ausschreibungsboom signalisiert positive Zukunft

Die Windenergiebranche in Deutschland verzeichnet einen bedeutenden Aufschwung. Bei der jüngsten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur wurden mehr Zuschläge erteilt als jemals zuvor, wie Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in Berlin bekanntgab. „Das sind die Windräder und der erneuerbare Strom von morgen“, betonte Habeck. Die Ausschreibung zum 1. Mai vergab 189 Gebote mit einer Gesamtleistung von 2.379 Megawatt. Zur Verfügung standen insgesamt 2.795 Megawatt.

Habeck hob hervor, dass das Ergebnis die harte Arbeit der Branche und die verbesserten Rahmenbedingungen widerspiegelt. Bislang wurden in diesem Jahr Zuschläge für etwa 4.200 Megawatt erteilt. Da noch zwei weitere Ausschreibungsrunden anstehen, sei das Ausbauziel auf Kurs und habe sich im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gesteigert.

Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, äußerte sich optimistisch über den Trend steigender Gebots- und Genehmigungszahlen. Bei anhaltender Entwicklung seien die Zubauziele für Windenergie an Land erreichbar.

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Werte liegen zwischen 7,20 und 7,35 Cent pro Kilowattstunde, im Durchschnitt belaufen sie sich auf 7,33 Cent. Die meisten Zusagen entfielen auf Standorte in Nordrhein-Westfalen (727 Megawatt, 68 Zuschläge), Niedersachsen (430 Megawatt, 26 Zuschläge) und Schleswig-Holstein (318 Megawatt, 17 Zuschläge).