22. April, 2024

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Wiener Börse: Marginale Veränderungen – OMV und Banken im Fokus

Wiener Börse: Marginale Veränderungen – OMV und Banken im Fokus

Die Wiener Börse erlebte zu Wochenbeginn einen Handelstag, der sich durch Zurückhaltung auszeichnete. Die Spätphase des Tages war geprägt von der schwächeren Eröffnung der Wall Street, welche die Stimmung dämpfte. Letztlich schloss der ATX mit einem marginalen Plus von 0,04 Prozent und positionierte sich auf 3537,13 Zählern. Der ATX Prime hingegen registrierte einen leichten Verlust von 0,07 Prozent und endete bei 1776,24 Punkten.

Im Fokus standen unter anderem frische ökonomische Daten, die eine Abschwächung der Inflationsraten in Deutschland belegten. Verantwortlich dafür zeichneten die nachlassenden Preise für Energie und Nahrungsmittel. Das Statistische Bundesamt wies eine Preissteigerung von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus – der geringste Stand seit April 2021. In Übersee konnte die US-Industrie andererseits mit stärkeren Auftragseingängen als erwartet im Februar aufwarten.

An der Wiener Börse standen Aktien des Öl- und Gasunternehmens OMV im Anlegerinteresse, die um etwa ein Prozent zulegten. Hier spielten insbesondere die anziehenden Rohölpreise eine Rolle. Ebenso gefragt waren Finanztitel; die Papiere von Raiffeisen und Erste Group erhöhten sich um 2,1 Prozent bzw. 1,4 Prozent. Hingegen mussten Semperit deutliche Abstriche hinnehmen und endeten 4,2 Prozent schwächer.

Weitere Verlierer des Tages waren RHI Magnesita, die 2,6 Prozent einbüßten. Das Unternehmen hatte die Übernahme der US-Resco Group und damit eine Expansion im Sektor der Aluminiumoxid-Monolithen und Feuerfestmaterialien signalisiert. Auch Palfinger verzeichnete einen Rücksetzer von 1,3 Prozent, nachdem der Kranhersteller seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2024 gesenkt hatte, begründet durch schwache Auftragseingänge in bestimmten Regionen.

Interessant war die Entwicklung von Verbund, deren Aktien trotz einer gesenkten Zielbewertung durch die Baader Bank um ein Prozent anstiegen. Inmitten der Nachrichten wartete die serbische Alta Pay Group mit einer potenziellen Aufstockung ihrer Beteiligung an der Addiko Bank auf. Durch geschlossene Optionsverträge ließe sich ihr Anteil auf fast 30 Prozent erhöhen – indes verlor Addiko an diesem Tag 2,5 Prozent an Wert.