25. Februar, 2024

Grün

Wende in der Stahlindustrie: Habeck im Fokus für Bremer Zukunftskonzept

Wende in der Stahlindustrie: Habeck im Fokus für Bremer Zukunftskonzept

In der Bremer Stahlbranche richtet sich gespannt der Blick auf den kommenden Montag, an dem entscheidende Weichen für einen umweltbewussten Wandel gestellt werden könnten. Wirtschaftsminister Robert Habeck wird im ArcelorMittal-Stahlwerk erwartet, wo man auf grünes Licht und finanzielle Unterstützung für eine umfassende Modernisierung hofft. Die Umstellung auf die Produktion von grünem Stahl, ein Prozess, der sich durch eine CO2-neutrale Fertigung definiert, steht im Zentrum der Pläne des Unternehmens, das als letzter großer deutscher Stahlproduzent auf staatliche Förderung wartet.

Im Fokus der Investitionen, die auf über eine Milliarde Euro geschätzt werden, steht die Ablösung der traditionellen Hochöfen durch eine mit Wasserstoff betriebene Direktreduktionsanlage sowie der Ersatz konventioneller Konverter durch elektrische Schmelzöfen. Nicht nur die bremerische Wirtschaft, sondern auch die dortige Klimapolitik, die bis 2038 Klimaneutralität anstrebt, könnte durch diese Maßnahme großen Auftrieb erfahren - aktuell ist das Stahlwerk für die Hälfte des CO2-Ausstoßes im Bundesland verantwortlich.

Die Aussicht auf eine klimafreundliche Stahlerzeugung in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre hängt auch unmittelbar mit der geplanten Belieferung durch grünen Wasserstoff zusammen, den EWE ab 2028 bereitstellen möchte. Mit mehr als 3100 Beschäftigten steht bei ArcelorMittal in Bremen nicht nur eine hohe Anzahl an Jobs auf dem Spiel, sondern auch der Fortbestand einer Industrie, die für ihre bis zu 3,7 Millionen Tonnen Rohstahl bekannt ist.

Außerdem steht ein Besuch Habecks bei der Nordenhamer Zinkhütte an, einem Betrieb der Glencore-Gruppe, der vor Herausforderungen wie Kurzarbeit infolge eingebrochener Absatzmärkte und Energiekrisen stand, und dessen Wiederinbetriebnahme ein weiteres Signal für die Industriestandorte in Deutschland setzen könnte.