Im Rahmen des Abkommens zwischen Israels Regierung und der islamistischen Hamas sollen am Samstag 42 weitere palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. Die genaue Anzahl der freizulassenden Insassen wurde von israelischen Medien, unter Berufung auf die Gefängnisbehörde des Landes, bekanntgegeben. Die palästinensischen Häftlinge werden zunächst für medizinische Untersuchungen von Mitarbeitern des Internationalen Roten Kreuzes in das Ofer-Gefängnis im Westjordanland verlegt. Die Bedingung für ihre Freilassung ist, dass zuvor die israelischen Geiseln aus der Gewalt der Hamas im Gazastreifen freikommen. Nach ihrer Entlassung werden die Palästinenser an die Orte zurückkehren, an denen sie zuvor gelebt haben, einschließlich des Westjordanlands und Ost-Jerusalems.
Bereits am Freitag wurden nach dem Inkrafttreten einer mindestens viertägigen Feuerpause 39 palästinensische Insassen israelischer Gefängnisse im Austausch für 13 israelische Geiseln freigelassen. Zusätzlich dazu wurden unabhängig von der Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas auch elf Ausländer, die sich in der Geiselhaft von Islamisten im Gazastreifen befanden, freigelassen.
Vorher hatten sich beide Seiten auf eine maximale zehntägige Feuerpause geeinigt. Teil dieser Vereinbarung ist der Austausch von bis zu 100 Geiseln aus Israel gegen bis zu 300 palästinensische Insassen israelischer Gefängnisse. Den weiblichen und jugendlichen Häftlingen werden unter anderem der Wurf von Brandbomben, Brandstiftung oder Messerattacken zur Last gelegt.