23. Juni, 2024

Grün

Wegweisendes Pilotprojekt: Thyssenkrupp-Werk in Hagen setzt auf Windstrom

Wegweisendes Pilotprojekt: Thyssenkrupp-Werk in Hagen setzt auf Windstrom

Thyssenkrupp Steel startet mit einer wegweisenden Energieinitiative in seinem Walzwerk im westfälischen Hagen. Künftig wird ein Großteil des Stroms für den Produktionsstandort aus einem direkt angeschlossenen Windpark kommen. Die innovative Direktkopplung, die erste ihrer Art in Deutschland, versorgt das Werk mit lokal erzeugtem Windstrom, wie das Unternehmen am Montag bekanntgab.

Vier Windräder des Windparks sollen im Jahresdurchschnitt rund 40 Prozent des Strombedarfs des Walzwerks decken. „Durch die Direktanbindung sparen wir signifikant an Netzentgelten und entlasten gleichzeitig das öffentliche Stromnetz“, erläuterte André Matusczyk, Geschäftsführer von Thyssenkrupp Hohenlimburg. Die dafür nötige Direktleitung hat eine Länge von circa drei Kilometern.

Der Windpark wird von SL Naturenergie aus Gladbeck betrieben. Deren Geschäftsführer, Klaus Schulze Langenhorst, hob die Bedeutung der direkten Energieversorgung hervor: „Eine Direktlieferung ist die effizienteste Methode, um neue Energien und die Industrie zu verbinden. Wir hoffen, dass dies zum Standard in Deutschland wird. Allerdings müssen hier noch einige gesetzliche Hürden aus dem Weg geräumt werden.“

Für Thyssenkrupp bedeutet diese Initiative einen bedeutenden Fortschritt in Richtung klimafreundlicherer Stahlproduktion. So können elf Prozent der CO2-Emissionen des Standorts eingespart werden. Mona Neubaur (Grüne), Wirtschaftsministerin von NRW, betonte die Vorbildfunktion des Projekts: „Ich bin sicher, dass dieses zukunftsweisende Projekt eine hohe Strahlkraft besitzt und als gutes Beispiel für andere Industrieunternehmen dienen wird.“