02. Mai, 2026

Politik

Wachsende Rolle der Migranten in Deutschlands Wählerschaft

Wachsende Rolle der Migranten in Deutschlands Wählerschaft

Die politische Landschaft Deutschlands transformiert sich stetig mit dem demografischen Wandel hin zu einer vielfältigeren Wählerschaft. Jüngsten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zufolge stellen Menschen mit Einwanderungsgeschichte mittlerweile rund zwölf Prozent aller Wahlberechtigten für die Bundestagswahl dar. Vor einem Jahrzehnt lag dieser Anteil noch bei neun Prozent. Diese Daten, die sich auf das Jahr 2023 stützen, bieten einen interessanten Ausblick auf die politischen Entscheidungen, die bei der Bundestagswahl 2025 getroffen werden könnten.

Laut Statistik haben etwa 17,1 Millionen Erwachsene in Deutschland, was einem Viertel der Bevölkerung über 18 Jahren entspricht, eine Migrationsgeschichte. Von diesen Menschen wären 41 Prozent stimmberechtigt bei einer Bundestagswahl. Diese Zahlen wurden anlässlich des Internationalen Tages der Migrantinnen und Migranten am 18. Dezember veröffentlicht. Bemerkenswert ist, dass 27 Prozent der wahlberechtigten Personen mit Migrationshintergrund von Geburt an die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, während 37 Prozent durch Einbürgerung dazu gelangt sind. Ein weiteres bedeutendes Drittel erwarb die Staatsbürgerschaft aufgrund ihrer Aussiedler-Herkunft.

Auffällig ist, dass Erwachsene, die selbst einmal nach Deutschland eingewandert sind, durchschnittlich bereits 32 Jahre in der Bundesrepublik leben. In dieser Gruppe ist über ein Drittel wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung dieser Bürger entspricht, laut der German Longitudinal Election Study des Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften, noch nicht ganz derjenigen von Wählern ohne Migrationshintergrund, zeigt jedoch einen sich schließenden Abstand.