28. Februar, 2024

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Vulkanberuhigung in Island: Hoffnung auf Rückkehr zur Normalität

Vulkanberuhigung in Island: Hoffnung auf Rückkehr zur Normalität

Die Natur gewährt Island nach drei eruptiven Wochen eine Atempause: Die vulkanische Aktivität südwestlich von Reykjavik scheint nachzulassen. Am frühen Freitagmorgen zeugten die Livebilder aus dem idyllisch verschneiten Vulkangebiet zwar von fortwährend aufsteigendem Dampf, die spektakulären Lavafontänen blieben jedoch aus. Die Erde, die zuvor von Erdbeben erschüttert worden war, scheint sich langsam zu beruhigen, ein deutliches Zeichen für das Nachlassen der subterranen Kräfte.

Im Laufe des Donnerstags registrierten isländische Behörden bereits Anzeichen für abnehmende Vulkanaktivität. Zeugen des morgendlichen Spektakels waren rund viereinhalb Kilometer weit geschleuderte Lavaströme, die Straßen und Infrastrukturen, darunter eine Warmwasserleitung, unter sich begruben. Der Ausfall der Warmwasserversorgung veranlasste Notfallteams zu einem nächtlichen Einsatz, um durch eine alternative Geothermalleitung die Versorgung wiederherzustellen. Der Energieversorger HS Orka hegte Optimismus, dass er bereits im Lauf des Tages wieder warmes Wasser bereitstellen könnte.

Touristen, die die natürliche Wärme der Blauen Lagune suchen, müssen sich jedoch weiterhin gedulden, da das bekannte Geothermalbad infolge der Eruptionen geschlossen bleibt. Eine zentrale Straße, die zum evakuierten Ort Grindavík führt, ist laut dem isländischen Rundfunksender RÚV ebenfalls vorerst nicht passierbar.

In dieser Kulisse zwischen Faszination und Vorsicht zeigt sich die besondere Herausforderung im Umgang mit den Naturgewalten. Während Fachleute die Entwicklungen genau beobachten, bleibt die Hoffnung auf eine gänzliche Beruhigung der Vulkanlandschaft, die Island so einzigartig macht.