Die Finanzmärkte starten verhalten in die neue Handelswoche, während sich der Dollar leicht abschwächt. Die Anleger blicken gespannt auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA, die in einen engen Ausgang zu münden scheint. Neben der Wahl bieten diese Woche Entscheidungen der Zentralbanken, darunter der Federal Reserve, der Bank of England, der Reserve Bank of Australia, Riksbank und Norges Bank, wichtige Impulse für die Märkte. Parallel dazu findet die Sitzung des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses Chinas statt, um Details zu kürzlich angekündigten Konjunkturmaßnahmen zu erörtern. In Asien blieb der Handel am Montag aufgrund eines Feiertags in Japan verhalten, dennoch erholte sich der MSCI-Asien-Pazifik-Index um 0,7%. US-Aktien-Futures zeigten sich hingegen rückläufig. Der Dollar stand unter Druck, während der Euro um 0,4% zulegte und der Yen um 0,7% anstieg. Eine aktuelle Umfrage deutete darauf hin, dass die demokratische Kandidatin Kamala Harris in Iowa einen Vorsprung erzielt hat, was einige Bewegungen am Markt erklärt. Der Wahlkampf zwischen Harris und dem republikanischen Kandidaten Donald Trump bleibt eng, sodass das endgültige Ergebnis möglicherweise erst nach dem Wahltag klar wird. Analysten von IG vermerkten eine deutliche Verringerung der Wahrscheinlichkeit eines vollständigen republikanischen Sieges, die von 48% auf 36% gesunken ist. Dies hat die sogenannte "Trump-Trade"-Rallye am Markt abgeschwächt. Chinas Aktien erhielten einen positiven Start in die Woche, mit einem leichten Gewinn im CSI300-Index und einem Plus im Shanghai Composite Index sowie im Hang Seng Index von Hongkong. China erwägt Berichten zufolge, eine erhebliche Schuldenaufnahme zu genehmigen, um die Wirtschaft weiter zu beleben. In dieser Woche hat das Treffen der Fed eine zentrale Bedeutung, wobei eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet wird. Auch die Bank of England könnte die Zinsen senken, bleibt jedoch aufgrund der Marktturbulenzen durch den jüngsten Haushaltsplan der Regierung in einer komplizierten Lage. Ölpreise stiegen nach der Ankündigung der OPEC+, den geplanten Anstieg der Förderung zu verzögern. Auch Gold notierte geringfügig höher, blieb jedoch entfernt von seinem jüngsten Höchststand.
Märkte
Vorsichtiger Wochenbeginn an den Finanzmärkten – Spannung um US-Wahl und Zentralbankentscheidungen