Volkswagen steht vor Herausforderungen, nachdem im dritten Quartal erneut ein Rückgang der Auslieferungen zu verzeichnen war. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Wolfsburger Automobilriese weltweit 2.176.300 Fahrzeuge ausgeliefert hat – ein Rückgang von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Abwärtsspirale hat sich gegenüber dem vorangegangenen Quartal, das bereits einen Rückgang von 3,8 Prozent verzeichnete, weiter verschärft.
Besonders der Absatz von Audi und in China stellt den Konzern vor Probleme. Audi musste einen Absatzeinbruch von 16 Prozent hinnehmen. Auch die Kernmarke Volkswagen verlor mit einem Rückgang von 6,6 Prozent an Boden, sogar 11,8 Prozent weniger konnte die Transportersparte Volkswagen Nutzfahrzeuge verzeichnen. In kontrastierender Manier konnten Skoda, Lamborghini und die Lkw-Tochter Traton zulegen. Interessanterweise haben auch Konkurrenten wie BMW und Mercedes ähnliche Herausforderungen gemeldet.
Der größte Markt von VW, Asien, enttäuschte besonders: Die Auslieferungen in China gingen um 15 Prozent zurück, während der restliche asiatische Markt einen noch stärkeren Einbruch um 23,4 Prozent erlitt. Auch in Westeuropa gingen die Verkaufszahlen um 7 Prozent zurück. Diese Rückgänge konnten durch einige Zuwächse in Amerika sowie in Afrika und dem Nahen Osten nicht ausgeglichen werden.
Ein weiterer Rückschlag betrifft den Elektrofahrzeug-Bereich. Hier wurden nur 189.400 E-Modelle ausgeliefert, ein Minus von 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Auftragsbestand für E-Autos in Westeuropa stagniert weiterhin bei etwa 170.000 Fahrzeugen.