21. Juni, 2024

Wirtschaft

Vodafone erschließt Vonovia-Wohnungen: Rückkehr ins Kabelnetz ab 2024

Vodafone erschließt Vonovia-Wohnungen: Rückkehr ins Kabelnetz ab 2024

In einer frischen Kooperation zwischen Vodafone und Vonovia zeichnet sich ein Comeback für das Kabel-Glasfasernetz von Vodafone ab: Ab Juli 2024 können rund 120.000 Wohnungen des Immobiliengiganten Vonovia erneut auf diese Infrastruktur zurückgreifen. Die Ankündigung unterstreicht den anhaltenden Wettbewerb im Bereich der Telekommunikationsinfrastrukturen.

Die Verbindung zwischen Vodafone und Vonovia knüpft an vergangene Kooperationen an. Zurückblickend verlor 2013 UnityMedia, die nun Teil von Vodafone ist, einen bedeutenden Vertrag mit der ehemaligen Deutschen Annington, die mittlerweile zum Vonovia-Konzern gehört, an die Deutsche Telekom. Trotz damaliger Pläne, Glasfaserleitungen direkt in die Wohnungen zu legen, kam es meistens zur Beibehaltung der herkömmlichen Kupferkabel.

Für die Vonovia-Mieter eröffnet der Vertrag mit Vodafone neue Optionen: Nicht nur der Internetzugang über das Kabelnetz ist eine zusätzliche Möglichkeit, sondern auch der TV-Empfang wird durch die Kooperation beeinflusst. Die Mieter haben zukünftig die Wahl, ihr Fernsehsignal direkt über Vodafone zu beziehen.

Dieser strategische Zug gewinnt vor allem vor dem Hintergrund neuer gesetzlicher Regelungen an Bedeutung. Mit der Änderung, dass Fernsehkosten nicht mehr unbesehen auf Mieter umgelegt werden dürfen, müssen sich Haushalte eigenständig um den TV-Anschluss kümmern. Vodafone positioniert sich in diesem Zusammenhang als praktikable Lösung, da Mietparteien sich problemlos an Gruppenverträgen beteiligen können.

Vonovia und Vodafone bereiten die Mieter gemeinsam auf die Umstellung vor. Die Informationsverteilung läuft, und die Mieter erhalten die Freiheit, zwischen verschiedenen Diensten zu wählen, inklusive des bestehenden DSL-Anschlusses oder internetbasierter TV-Dienste wie Magenta TV, Zattoo und Waipu.

Trotz steigender Konkurrenz und Herausforderungen im Markt demonstriert diese Entwicklung die Widerstandsfähigkeit und Flexibilität des Kabelnetz-Anbieters Vodafone, während Vonovia als Wohnungsunternehmen eine breitere Palette an Diensten anbieten kann.