12. Mai, 2026

Automobile

Vernichtungsschlag gegen Mercedes: US-Geheimplan droht deutschen Autoriesen aus dem Markt zu fegen

Ein parteiübergreifender Gesetzesentwurf im US-Senat zielt direkt auf das Herz von Mercedes-Benz. Wegen chinesischer Großaktionäre droht den Stuttgartern ein faktisches Verkaufsverbot auf ihrem wichtigsten Gewinnmarkt. Es ist der ultimative Todesstoß für die transatlantische Auto-Idylle.

Vernichtungsschlag gegen Mercedes: US-Geheimplan droht deutschen Autoriesen aus dem Markt zu fegen
US-Senat plant radikales Anti-China-Gesetz: Mercedes-Benz droht wegen chinesischer Aktionäre das Verkaufsverbot. Ein Beben für die deutsche Industrie.

Vom Mercedes-Enthusiasten zum potenziellen Henker der Marke: Bernie Moreno kannte die glänzenden Sterne in- und auswendig, als er noch Tausende von ihnen in Ohio verkaufte. Heute sitzt er im US-Senat und führt eine Klinge, die das Fundament von Mercedes-Benz in Nordamerika zertrümmern könnte. Gemeinsam mit der Demokratin Elissa Slotkin hat er den „Connected Vehicle Security Act“ auf den Weg gebracht. Was nach technischer Regulierung klingt, ist in Wahrheit eine wirtschaftspolitische Atombombe mit einer präzisen Zieloptik auf Stuttgart.

Der 26-seitige Entwurf sieht vor, den US-Markt hermetisch gegen Fahrzeuge und Komponenten aus „feindlichen Staaten“ wie China abzuriegeln. Doch der Teufel steckt im Detail einer 15-Prozent-Klausel auf Seite 10 des Papiers. Fahrzeuge sollen demnach vom US-Markt ausgeschlossen werden, wenn der Hersteller zu mehr als 15 Prozent im Eigentum chinesischer Akteure steht. Für Mercedes ist dies das Todesurteil für das aktuelle Geschäftsmodell, da der Konzern fast 20 Prozent seiner Anteile in den Händen der chinesischen Giganten BAIC und Geely weiß.

Der 15-Prozent-Fluch zieht die Schlinge um den Stuttgarter Stern zu

Die nackten Zahlen offenbaren das Grauen für die Mercedes-Führungsebene. Mit 9,98 Prozent durch die BAIC Group und weiteren 9,69 Prozent durch Li Shufu (Geely) kontrolliert China exakt 19,67 Prozent des deutschen Vorzeigekonzerns. Damit läge Mercedes weit über der kritischen Schwelle, die das Gesetz von Moreno und Slotkin als untragbares Sicherheitsrisiko definiert. In Washington wird nicht mehr nur über Software-Backdoors diskutiert, sondern über die strukturelle Integrität ganzer Konzerne.

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet die USA, in denen Mercedes im letzten Jahr über 284.000 Fahrzeuge absetzte, nun zum Sperrgebiet werden könnten. Besonders schmerzhaft: Der US-Markt ist die Cashcow für die margenträchtigen AMG- und Maybach-Modelle. Während der Absatz im ersten Quartal 2026 um satte 20 Prozent zulegte, droht nun der totale Stillstand. Wer die Kontrolle über die Eigentümerstruktur verliert, verliert laut dem Entwurf das Recht, auf amerikanischem Boden Handel zu treiben.

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Mercedes selbst hüllt sich in Schweigen und wollte die Lage auf Anfrage nicht kommentieren. Doch hinter den Kulissen dürfte Panik herrschen. Der Konzern ist gerade dabei, sieben Milliarden Dollar in die US-Produktion zu investieren, um den GLC künftig in Alabama statt in Bremen zu fertigen. Diese Milliarden-Wette auf den Standort USA könnte sich als gigantische Fehlinvestition entpuppen, wenn das Gesetz in seiner jetzigen Form Realität wird.

Spionierende Überwachungspakete auf vier Rädern werden zur nationalen Bedrohung

Die Rhetorik in Washington hat sich gefährlich verschärft. Senatorin Elissa Slotkin, eine ehemalige CIA-Agentin, lässt keinen Zweifel daran, dass sie moderne Autos nicht mehr als Fortbewegungsmittel, sondern als Werkzeuge der hybriden Kriegsführung betrachtet. Chinesische Autos seien „buchstäblich fahrende Überwachungspakete“, so Slotkin. Sie seien in der Lage, massenhaft Daten über amerikanische Bürger und sensible Standorte zu sammeln und direkt nach Peking zu funken.

Moreno stößt ins selbe Horn und warnt vor „räuberischen chinesischen Staatsunternehmen“, die entschlossen seien, die amerikanische Wirtschaft zu vernichten. Für die Senatoren ist der Schutz der heimischen Industrie in Ohio und Michigan untrennbar mit der nationalen Sicherheit verbunden. Sie wollen Zustände wie in Europa, wo chinesische Hersteller mit massiven Subventionen den Markt fluten, unter allen Kräften verhindern.

Der politische Rückhalt für diesen Kurs ist gewaltig. Sogar US-Urgesteine wie General Motors gratulieren den Senatoren zu ihrem Vorstoß. Dass GM selbst den Buick Envision in China fertigt und in die USA importiert, zeigt die Ambivalenz des Vorhabens. Doch im Vergleich zum existenzbedrohenden Eigentümer-Problem von Mercedes wirken die logistischen Hürden der US-Konzerne fast schon trivial. Bauteile kann man ersetzen, Aktionäre nicht so einfach.

Das Worst-Case-Szenario zwingt Berlin zu einem verzweifelten Rettungsversuch

Sollte der „Connected Vehicle Security Act“ verabschiedet werden, stünde Mercedes vor einer unmöglichen Wahl. Entweder der Konzern schafft es, seine Kapitalstruktur durch eine massive Verwässerung der chinesischen Anteile radikal umzubauen, oder er muss seine gesamte US-Sparte verkaufen. Beides käme einer Amputation gleich. Eine erzwungene Kapitalerhöhung mit Hilfe der Bundesregierung würde zudem einen diplomatischen Flächenbrand mit Peking auslösen, den Bundeskanzler Scholz tunlichst vermeiden will.

Die Hoffnung ruht nun paradoxerweise auf Donald Trump. Bei seinem anstehenden Antrittsbesuch in China könnte Staatschef Xi Jinping das Thema zur Chefsache machen. „Ich bin chinesisch“, kokettierte Mercedes-Chef Ola Källenius erst kürzlich in Peking, um seine tiefe Verbundenheit zum Reich der Mitte zu unterstreichen. Diese Worte könnten ihm in Washington nun wie ein Bumerang um die Ohren fliegen.

Sollte Trump die Pläne der Senatoren als Verhandlungsmasse in seinem großen China-Deal opfern, wäre Mercedes vorerst gerettet. Doch das Grundproblem bleibt: Die USA ziehen die Mauern hoch, und wer wie Mercedes zwischen den Stühlen der Weltmächte sitzt, droht zerquetscht zu werden. Die Zeit der globalen Arbitrage, in der man chinesisches Kapital für amerikanische Gewinne nutzen konnte, ist endgültig vorbei.

Peking oder Washington – Mercedes muss sich entscheiden, bevor der US-Kongress die Entscheidung für sie trifft.

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