Die amerikanische UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield hat Israel eindringlich aufgefordert, Zivilisten im Gaza-Krieg zu schützen. In einer Rede vor dem Weltsicherheitsrat in New York betonte sie, dass die Hamas weiterhin palästinensische Zivilisten als menschliche Schutzschilde einsetze. Dies dürfe jedoch nicht die Verantwortung Israels mindern, Zivilisten im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht zu schützen.
Thomas-Greenfield betonte außerdem, dass Israel sich gegen den Terror der Hamas verteidige, der den Krieg erst ausgelöst habe. Gleichzeitig zeigte sie sich "zutiefst beunruhigt" über den starken Anstieg der Gewalt extremistischer israelischer Siedler gegen Palästinenser im Westjordanland. Sie warnte vor einer Ausweitung des Konflikts und betonte, dass die Vereinigten Staaten keinen weiteren Konflikt im Libanon sehen möchten. Eine Eskalation hätte schwerwiegende Auswirkungen auf den Frieden und die Sicherheit in der Region sowie auf das Wohlergehen des libanesischen Volkes.
Laut Thomas-Greenfield könne nur eine Zweistaatenlösung Frieden in die Region bringen. Die Vereinigten Staaten seien nach wie vor davon überzeugt, dass ein fairer und dauerhafter Frieden nur durch Verhandlungen und die Anerkennung der Rechte beider Seiten erreicht werden könne.
Die US-Botschafterin äußerte sich zu diesen Punkten vor dem Hintergrund der anhaltenden Kämpfe zwischen Israel und der Hamas im Gaza-Streifen. Dabei handelt es sich um den jüngsten Ausbruch der Gewalt zwischen den beiden Seiten, der bereits viele Menschenleben gefordert hat.