24. Juli, 2024

Wirtschaft

US-Verbraucherstimmung: Licht und Schatten im neuen Konsumklima-Report

US-Verbraucherstimmung: Licht und Schatten im neuen Konsumklima-Report

Die Stimmung der US-amerikanischen Verbraucher hat sich im Juni geringfügig stärker eingetrübt als prognostiziert. Der von der Universität Michigan erhobene Konsumklima-Index sank um 0,9 Punkte auf 68,2 Punkte. Diese Entwicklung markiert den niedrigsten Stand seit November 2023. Noch im Rahmen der ersten Schätzung war ein deutlicherer Einbruch auf 65,6 Punkte ermittelt worden, während Volkswirte mit einer moderaten Aufwärtsrevision auf 66,0 Punkte rechneten. Interessanterweise verschlechterten sich die Indexwerte für die Bewertung der aktuellen Lage weniger als erwartet. In einer positiven Wendung verbesserten sich die Erwartungen der Verbraucher überraschend. Die Inflationserwartungen der Verbraucher für das kommende Jahr wurden von 3,3 Prozent auf 3,0 Prozent nach unten korrigiert. Auch die längerfristigen Erwartungen fielen leicht auf 3,0 Prozent, nachdem zuvor 3,1 Prozent ermittelt worden waren. Diese Daten sind für die US-Notenbank Fed von besonderem Interesse, da sie die erwartete Teuerung in ihrer Geldpolitik berücksichtigt und eine Inflationsrate von zwei Prozent anstrebt. Der Konsumklima-Index der Universität Michigan, bekannt für seine detaillierte Erhebung des Kaufverhaltens, basiert auf telefonischen Befragungen von rund 500 Haushalten. Er erfasst sowohl die aktuelle finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung als auch die künftigen Erwartungen der Verbraucher und dient als wichtiger Indikator für die Wirtschaftspolitik.