29. Februar, 2024

Märkte

US-Markt im Rekordrausch - Solaraktien strahlen, Techriesen straucheln

US-Markt im Rekordrausch - Solaraktien strahlen, Techriesen straucheln

An der Wall Street herrschte am gestrigen Handelstag eine Mischung aus Optimismus und selektiver Zurückhaltung. Die Rekordsucht des US-Aktienmarktes hat am Mittwoch keine Pause eingelegt, angetrieben von der erfolgreichen Auktion zehnjähriger Staatsanleihen, deren Ausgabe zu niedrigeren Renditen als erwartet Anlegervertrauen signalisierte. Trotz der robusten Konjunkturdaten und zurückhaltender Aussagen der US-Notenbank zur Zinspolitik, spiegelte die Bondauktion die Hoffnung auf eine Leitzinssenkung wider.

Während der Dow Jones Industrial mit einem Plus von 0,44 Prozent auf 38.691,30 Punkte nahezu glänzte, erklomm der S&P 500 mit einem Zuwachs von 0,82 Prozent auf 4995,09 Zähler ein beinahe sphärisches Niveau. Der technologieaffine Nasdaq 100 setzte seinen Aufwärtstrend fort und markierte mit einem Anstieg von 1,10 Prozent auf 17.765,30 Punkte ebenfalls ein neues Hoch.

Eine echte Sonnenfinsternis konnten derweil die Papiere der Solarunternehmen verhindern. Der Hersteller Enphase Energy bot mit seiner positiven Geschäftsprognose genug Energie für einen Kurssprung seiner Aktie um fast 20 Prozent. Ähnlich erfreuliche Kursbewegungen erlebten Solaredge mit einem Plus von 13,5 Prozent, First Solar mit 4,2 Prozent Steigerung und Sunrun mit einem Zuwachs von 5,5 Prozent.

Der Automobilriese Ford präsentierte trotz anhaltender Verluste im Elektroauto-Segment Ergebnisse über Marktprognosen, was einen Anstieg der Aktien um 5,0 Prozent zur Folge hatte. Auf der anderen Seite mussten Uber und Amgen Verluste von 0,3 Prozent bzw. 4,8 Prozent hinnehmen, ungeachtet ihrer soliden Geschäftszahlen, was auf die vorherigen Rekordhochs zurückgeführt werden könnte.

Die New York Community Bancorp geriet hingegen unter Druck, verursacht durch Quartalsverluste, Dividendensenkung und die Abstufung durch Moody's. Trotz einer leichten Erholung um 1,8 Prozent im Tagesverlauf addieren sich die Verluste seit Januar auf etwa 60 Prozent.

Zudem enttäuschten die frischen Geschäftszahlen von Snap, das Mutterunternehmen der Foto-App Snapchat. Ein Absturz um über ein Drittel des Aktienwerts zeigte das Erschrecken der Anleger angesichts einer hohen Verlustprognose. Alibaba litt ebenfalls: Ein Rückgang um 5,7 Prozent war die Reaktion auf die Bekanntgabe gesunkener Gewinne im vergangenen Quartal.