23. Juni, 2024

Märkte

US-Börsen im Abwärtstrend: Schwache Wachstumsdaten und negative Unternehmensausblicke belasten Märkte

US-Börsen im Abwärtstrend: Schwache Wachstumsdaten und negative Unternehmensausblicke belasten Märkte

An den US-Börsen ging es am Donnerstag weiter bergab. Schwache Wachstumsdaten aus den USA konnten die anhaltenden Sorgen über möglicherweise länger hohe Zinsen nicht mildern. Besonders der enttäuschende Ausblick von Salesforce drückte im Leitindex Dow Jones Industrial auf die Stimmung. Der Dow sank um 0,72 Prozent auf 38 164,66 Punkte. Der S&P 500 verlor 0,19 Prozent auf 5 257,18 Punkte, und der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,47 Prozent auf 18 648,40 Punkte nach.

Nach vorübergehenden Problemen bei der Aktualisierung der Indexstände und Kursveränderungen bei den Dow-Jones- und S&P-Indizes funktionierte die Kursversorgung wieder einwandfrei. Die Nasdaq-Indizes und Einzeltitel waren von diesen technischen Schwierigkeiten nicht betroffen.

Dass die US-Notenbank Fed wohl noch keine Lockerung der Geldpolitik plant, ließ die Anleiherenditen in dieser Woche in die Höhe schnellen. Die hartnäckige Inflation und die resultierend hohen Leitzinsen könnten die wirtschaftlichen Aktivitäten weiter stark belasten. Dies zeigte das schwächere Wachstum der US-Wirtschaft im ersten Quartal. Trotz einer geringfügigen Abwärtsrevision des PCE-Deflators, einer wichtigen Inflationskennziffer für die Fed, bleibt der Preisdruck hoch.

Auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen zwar stärker als erwartet, jedoch bleiben sie auf einem niedrigen Niveau, was auf einen stabilen Arbeitsmarkt hindeutet. Der deutliche Rückgang der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im April vermochte den Aktienkursen ebenfalls keine positiven Impulse zu verleihen.

Unter den Einzelwerten fiel der Softwarekonzern Salesforce mit einem enttäuschenden Umsatzausblick auf. Die Aktien setzten ihre Talfahrt fort und verloren 21 Prozent, somit den niedrigsten Stand seit November. Der Einzelhändler Kohls schockierte die Anleger mit einem schlechten Zwischenbericht und einer gesenkten Prognose für 2024, worauf die Aktien um fast ein Viertel einbrachen. Agilent Technologies meldete eine Umsatz- und Gewinnwarnung, was einen Kursrutsch von 8 Prozent zur Folge hatte.

Positiv überraschen konnten hingegen mehrere Unternehmen: Die Aktien von Foot Locker stiegen um 18 Prozent, nachdem die Sporthandelskette die Quartalszahlen über den Erwartungen lag. Birkenstock profitierte von einem starken Quartal und einer angehobenen Umsatzprognose, was die Anteile um mehr als 11 Prozent steigen ließ. Best Buy überzeugte mit einer unerwartet guten Profitabilität, was die Aktien um 12,4 Prozent antrieb. HP verzeichnete sogar einen Kurssprung von fast 19 Prozent dank einer positiven Umsatzüberraschung.