18. Juli, 2024

Wirtschaft

Unwetter im Norden und Westen Deutschlands führen zu erheblichen Störungen

Unwetter im Norden und Westen Deutschlands führen zu erheblichen Störungen

Schwere Unwetter haben in verschiedenen Teilen Deutschlands zu umfangreichen Feuerwehreinsätzen und erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Die stark betroffene Zugstrecke zwischen Bremen und Hamburg wurde am Donnerstagabend gesperrt, und Fernzüge müssen nun ohne Halt über Hannover umgeleitet werden. Die Dauer der Sperrung wegen starken Regens in der Nähe von Tostedt in Niedersachsen bleibt vorerst ungewiss.

In Nordrhein-Westfalen erlebte Detmold eine außergewöhnlich heftige Gewitterzelle, die innerhalb kurzer Zeit bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter brachte. Zum Vergleich: Im gesamten April fiel durchschnittlich nur 91 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Stadt vermeldete überflutete Straßen, insbesondere die Bundesstraße 239, die auf einer Länge von zwei Kilometern unter Wasser stand. Die Feuerwehr sieht aktuell keine Möglichkeit, die Regenmengen abzupumpen, da das Wasser von den umliegenden Feldern sofort zurück auf die Straße laufen würde.

Personenschäden wurden glücklicherweise nicht gemeldet, allerdings ereigneten sich zwei Verkehrsunfälle, bei denen es jedoch nur zu Blechschäden kam. Besonders betroffen waren Teile der Innenstadt von Detmold und der Ortsteil Klüt. Die Feuerwehr wurde zu 150 Einsätzen gerufen, um zahlreiche Keller leer zu pumpen.

Auch in Thüringen führte das Unwetter zu Überflutungen und Feuerwehreinsätzen. Die Bundesstraße 281 bei Neuhaus musste wegen Überflutung gesperrt werden. In Gerthausen und Ilmenau verursachte der heftige Regen ebenfalls Schwierigkeiten, und ein Blitzeinschlag in eine Doppelhaushälfte richtete beträchtlichen Schaden an.

Hessen war ebenfalls stark betroffen, insbesondere der Landkreis Hersfeld-Rotenburg, wo die Freiwillige Feuerwehr über 200 Einsätze hatte, hauptsächlich aufgrund von überfluteten Kellern und Straßen. In Hannover wurden Parkanlagen präventiv geschlossen, und auch in Hamburg kam es zu zahlreichen Einsätzen wegen übergelaufener Gullys und umgestürzter Bäume. Ein Baum sei sogar auf die S-Bahngleise in Hamburg-Bergedorf gestürzt, was vorübergehend den Fernverkehr Richtung Berlin beeinträchtigte. Diese Sperrung wurde jedoch inzwischen wieder aufgehoben.