14. April, 2024

Pharma

Untersuchungswelle bei Kobayashi Pharmaceutical nach Verdacht auf gesundheitsschädliche Supplemente

Untersuchungswelle bei Kobayashi Pharmaceutical nach Verdacht auf gesundheitsschädliche Supplemente

In Japan stehen Nahrungsergänzungsmittel aus rotem Hefereis des Unternehmens Kobayashi Pharmaceutical unter intensiver Beobachtung der Behörden: Nach mehreren Todesfällen und Hunderten von gesundheitlichen Beschwerden, die in Verbindung mit dem Verzehr dieser Produkte stehen könnten, haben Gesundheitsbeamte eine ehemalige Produktionsstätte des Konzerns in Osaka akribisch durchsucht. Kenji Yamashita, der Leiter der Produktionsabteilung, äußerte sein Bedauern über die Vorfälle, vermied es jedoch, Details zu den Untersuchungen zu verraten.

Die Angelegenheit nahm weitere Fahrt auf, als bekannt wurde, dass die Produktionslinie für die betreffenden Inhaltsstoffe in eine Anlage in der Präfektur Wakayama verlagert wurde, wo ebenfalls behördliche Durchsuchungen stattfanden. Kobayashi Pharmaceutical steht zunehmend in der öffentlichen Kritik, nachdem insgesamt fünf Todesfälle und mehr als 110 Krankenhauseinweisungen im Zusammenhang mit dem Konsum ihrer Hefereis-Produkte gemeldet wurden. Darüber hinaus ließen rund 680 Verbraucher verlauten, dass sie gesundheitliche Probleme erleiden würden oder bereits ärztliche Hilfe in Anspruch genommen haben.

Verstärkt werden die Sorgen durch die Erkenntnis, dass Puberulasäure - eine aus Blauschimmel gewonnene natürliche Verbindung - in den fraglichen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist. Die Substanz steht unter Verdacht, die Ursache für die aufgetretenen Gesundheitsprobleme zu sein, zumal das Gesundheitsministerium die Möglichkeit einer Toxizität bestätigt hat. Die Entwicklungen wurden zuletzt von der Nachrichtenagentur Kyodo mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt und tragen zu einer kritischen Betrachtung der Sicherheitsstandards im Nahrungsergänzungsmittel-Sektor Japans bei.