16. Juni, 2024

Pharma

Unpasteurisierte Milch birgt Risiken bei Vogelgrippe

Unpasteurisierte Milch birgt Risiken bei Vogelgrippe

Eine aktuelle Studie, die am Freitag veröffentlicht wurde, liefert neue Anhaltspunkte dafür, dass rohe Milch, die mit dem H5N1-Vogelgrippevirus kontaminiert ist, für Säugetiere und möglicherweise auch für den Menschen gesundheitsgefährdend sein könnte. Wie die Wissenschaftler um Yoshihiro Kawaoka, einem Virologen der University of Wisconsin, Madison, feststellten, verschlechterte sich der Gesundheitszustand von Mäusen nach dem Verzehr der kontaminierten Milch rapide und es kam zu Beschwerden in mehreren Organen. Diese Ergebnisse sind insbesondere dann alarmierend, wenn man bedenkt, dass in den USA bereits Dutzende Fälle von mit H5N1 infizierten Milchproben belegt wurden.

Obwohl die meisten Milchprodukte in den Vereinigten Staaten pasteurisiert werden und die Food and Drug Administration in den jüngsten Stichproben auf den Lebensmittelregalen keine infektiösen Viren nachweisen konnte, bleibt der Verbrauch von roher Milch ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Die FDA betont jedoch, dass pasteurisierte Milch sicher sei.

Der Leiter der Studie, Kawaoka, betonte, dass der Konsum von Rohmilch vermieden werden sollte, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden. Die Forschungsergebnisse wurden insbesondere von Dr. Nahid Bhadelia, der Direktorin des Boston University Center on Emerging Infectious Diseases, als bedeutsam eingestuft, da bei einer Ausweitung des H5N1-Ausbruchs, vor allem in Regionen ohne zentralisierte Pasteurisierungseinrichtungen und in ländlichen Gemeinden, die auf den Verzehr von Rohmilch angewiesen sind, gravierende gesundheitliche Folgen zu befürchten sind.

Dies zeigt, dass die Nahrungsmittelsicherheit in einer global vernetzten Welt eine grenzüberschreitende Aufgabe bleibt und neue Herausforderungen mit sich bringt, insbesondere wenn es um tierische Erzeugnisse und deren Verarbeitung geht.