18. Juni, 2026

Märkte

Uneinheitlicher Start der US-Börsen: Unternehmensberichte im Fokus

Uneinheitlicher Start der US-Börsen: Unternehmensberichte im Fokus

Nach einem fulminanten Wochenstart zeigen sich die US-Aktienmärkte zu Beginn des Handels am Dienstag noch unentschlossen. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die mit Spannung erwartete Quartalsberichtssaison der US-Firmen, die nun an Fahrt gewinnt und unterschiedlichste Signale aussendet.

Der Broker IG taxiert den Dow Jones Industrial kurz vor Handelsstart leicht im Plus mit einem Anstieg von 0,1 Prozent auf 43.095 Punkte. Der Nasdaq 100 hingegen wird nahezu unverändert bei 20.435 Punkten erwartet.

Eine der großen Geschichten des Tages betrifft den angeschlagenen Flugzeugbauer Boeing, der möglicherweise eine umfassende Kapitalerhöhung plant. Boeing hat in einer offiziellen Mitteilung die Absicht geäußert, Aktien und/oder Schulden im Wert von bis zu 25 Milliarden US-Dollar auszugeben. Spekulationen über diese Maßnahme gab es bereits im Vorfeld, und auch eine neue Kreditlinie über 10 Milliarden Dollar wurde gesichert. Die vorbörsliche Reaktion: ein Anstieg der Boeing-Aktien um 1,1 Prozent.

Johnson & Johnson (J&J) hingegen musste im Vorfeld Verluste hinnehmen. Grund dafür sind Anpassungen im operativen Gewinn infolge einer anstehenden Übernahme im Medizingerätesektor. Trotz dieser Entwicklungen zeigte sich bei J&J eine erfreuliche Entwicklung im Tagesgeschäft, nicht zuletzt dank des Krebsmedikaments Darzalex. Dennoch notiert die Aktie vorbörslich 1,1 Prozent im Minus.

Für die Bank of America stellten steigende Kosten und höhere Risikovorsorgen im dritten Quartal eine Herausforderung dar. Doch der Gewinnrückgang war weniger dramatisch als befürchtet, sodass die Aktie vorbörslich um 1,6 Prozent zulegte.

Ein weiteres Highlight des Morgens kommt von Goldman Sachs. Dank erfolgreicher Geschäfte an den Kapitalmärkten und in der Vermögensverwaltung übertrafen sowohl Erträge als auch Gewinne die Erwartungen. Die Aktie, bereits dieses Jahr einer der Spitzenreiter unter den US-Unternehmen, gewann vorbörslich 2,9 Prozent hinzu.

Unitedhealth steht vor neuen Herausforderungen infolge unerwarteter Zusatzkosten und reduzierter staatlicher Zahlungen. Das Unternehmen passte seine Gewinnprognose an, was vorbörslich zu einem Kursverlust von 3,5 Prozent führte.

Im Kosmetiksektor warnt Coty vor einem möglichen Abschwung und gab einen pessimistischen Ausblick auf das nächstjährige erste Geschäftsquartal. Entsprechend sank der Aktienkurs vorbörslich um 5,1 Prozent.

Der Halbleiterhersteller Wolfspeed kann hingegen optimistisch in die Zukunft blicken. Eine lukrative Direktfinanzierung aus dem US-Handelsministerium und zusätzlichen Geldern aus einem Investmentfonds-Konsortium versprechen bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar für die Förderung der heimischen Siliziumkarbid-Chipproduktion. Wolfspeed erwartet zudem steuerliche Vorteile, was die Aktie vorbörslich um beeindruckende 30 Prozent steigen ließ.