25. Juni, 2026

Märkte

Uneinheitliche US-Aktienmärkte: Technologieaktien im Plus, Old Economy unter Druck

Uneinheitliche US-Aktienmärkte: Technologieaktien im Plus, Old Economy unter Druck

Die US-Aktienmärkte präsentierten sich am Mittwoch uneinheitlich. Während an der Wall Street die Leitindizes nachgaben, konnten Technologiewerte an der Nasdaq überwiegend zulegen. Laut Joachim Klement vom Beratungsunternehmen Panmure Liberum fehlte den Märkten aktuell eine klare Richtung, da stützende Nachrichten ausblieben.

Der Dow Jones Industrial erreichte zwar zunächst ein neues Rekordhoch, schloss jedoch mit einem Minus von 0,70 Prozent bei 41.914,75 Punkten. Auch der breite S&P 500 erklomm zunächst eine neue Bestmarke, fiel jedoch um 0,19 Prozent auf 5.722,26 Punkte. Im Gegensatz dazu verzeichnete der technologielastige Nasdaq 100 einen Anstieg von 0,14 Prozent und schloss bei 19.972,61 Punkten.

Treiber der jüngsten Kursgewinne waren insbesondere die deutliche Zinssenkung der US-Notenbank Fed sowie die Erwartungen weiterer geldpolitischer Lockerungen. Zudem hoffen Anleger, dass die US-Wirtschaft einer Rezession entgehen kann. Das „Fed Watch Tool“ der CME sieht mittlerweile eine knapp 60-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine weitere große Zinssenkung im November.

Im Automobilsektor mussten General Motors und Ford deutliche Verluste hinnehmen, ihre Aktien fielen um 4,9 beziehungsweise 4,1 Prozent. Auch Rivian-Aktien verloren 6,8 Prozent. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hatte sich negativ zur gesamten Autobranche sowie speziell zu diesen Unternehmen geäußert.

Im IT-Sektor verzeichneten HP Enterprise-Aktien hingegen einen Zuwachs von 5,1 Prozent. Eine Hochstufung durch die britische Investmentbank Barclays, die die Papiere nun mit „Overweight“ bewertet, beflügelte den Kurs. Deutlich nach oben ging es auch für die Aktien von Trump Media & Technology, die um mehr als 10 Prozent zulegten. Anlass war eine Äußerung von Großaktionär und US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump zu seinen Wirtschaftsplänen im Falle eines Wahlsiegs im November.

Schlechte Nachrichten gab es hingegen für das Bauunternehmen KB Home. Enttäuschende Quartalszahlen ließen den Kurs der Aktie um 5,4 Prozent einbrechen.

Im Devisenhandel verlor der Euro im Vergleich zum US-Dollar erheblich an Wert. Besser als befürchtet ausgefallene Daten vom US-Immobilienmarkt wurden als Grund genannt. Die Gemeinschaftswährung notierte zuletzt bei 1,1128 US-Dollar, nachdem sie zuvor bis auf 1,1214 US-Dollar gestiegen war und damit den höchsten Stand seit dem vergangenen Sommer erreicht hatte. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1194 (Dienstag: 1,1133) Dollar fest, wodurch der Dollar 0,8933 (0,8982) Euro kostete.

US-Staatsanleihen gaben ebenfalls nach. Der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere fiel um 0,30 Prozent auf 114,50 Punkte, während die Rendite für Anleihen mit dieser Laufzeit 3,79 Prozent betrug.