Taiwan positioniert sich weiterhin als führender Knotenpunkt der globalen Halbleiterindustrie: TSMC, der taiwanesische Technologieriese, kann seine fortschrittlichsten Fertigungstechnologien nicht ins Ausland verlagern. Diese Kerntechnologien unterliegen strengem heimischem Regulierungsrecht, so Wirtschaftsminister J.W. Kuo, wie die Taipei Times berichtet. Obwohl TSMC in Zukunft plant, auch im Ausland 2nm-Chips herzustellen, bleibt das Herzstück ihrer Technologie im Land. Taiwans regierungsseitige Vorschriften verpflichten heimische Chiphersteller, ihre anspruchsvolleren Fertigungsprozesse im Inland zu belassen und für Auslandseinrichtungen lediglich frühere Generationen zu nutzen. TSMC's Hightech-Fab 21 im US-Arizona wird erst 2025 mit der Serienproduktion von 4nm- und 5nm-Chips beginnen. Der Weg zur 3nm- und womöglich 2nm-Produktion außerhalb Taiwans bleibt bis mindestens 2028 versperrt. Dennoch besteht kein Grund zur Besorgnis für die USA: Cliff Hou, Vorsitzender der Taiwan Semiconductor Industry Association und Vizepräsident von TSMC, betont die unerschütterliche Partnerschaft zwischen Taiwan und den USA. Auch bei potenziellen Tarifänderungen, wie von Trump vorgeschlagen, bleibt die langfristige Zusammenarbeit stabil. Hou appelliert an Taiwan, seinen Vorsprung durch verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie einer stärkeren Lieferkette zu sichern. Die Dominanz ausländischer Hersteller im Bereich Halbleitergeräte und -materialien bleibt eine Herausforderung, der sich Taiwan durch gezielte Kooperationen und den Aufbau von Design- und Materialzentren stellt, um seine globale Bedeutung weiter zu festigen.
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Taiwan behält Technologievorsprung in der Chipfertigung